Sternstunde

Sternstunde Philosophie am GDI

«pecunia non olet – Geld stinkt nicht». Dies war in der Schweizer Bankenwelt in den letzten Jahrzehnten die vorherrschende Devise. Sie ist gründlich auf den Prüfstand gestellt worden. Der Streit um unversteuertes Schwarzgeld aus den USA und europäischen Ländern auf Schweizer Banken gipfelte im Steuerstreit. Von «Wirtschaftskrieg» (Sergio Ermotti, UBS) war die Rede und von der Schweiz als «Zielscheibe» (Gerold Bührer, Economiesuisse).

Der Politikwissenschaftler und ehemalige Nationalbankpräsident Philipp Hildebrand und der Jurist und ehemalige UBS-Verwaltungsratspräsident Peter Kurer haben diese Umwälzungen an allervorderster Front miterlebt. Im GDI analysieren die beiden Insider die Entwicklungen aus ihrer persönlichen Sicht und ordnen sie ein: Wie wichtig sind die Banken für den Wirtschaftsstandort Schweiz? Haben die Finanzinstitute Steuerhinterziehung als Geschäftsmodell betrieben? Sind die Tugenden der Schweizer Banquiers auf der Strecke geblieben? Was bleibt vom Bankgeheimnis und was bedeutet dies für den Wirtschaftsstandort? Diese und weitere Fragen beantworten Kurer und Hildebrand an diesem GDI-Anlass, den «NZZ am Sonntag»-Chefredaktor Felix E. Müller moderiert.

Bemerkung: In seiner neuen Funktion als Vice Chairman des Vermögensverwalters BlackRock wird Philipp Hildebrand nur noch Medienauftritte im Zusammenhang mit seinen neuen Aufgaben wahrnehmen. Die Sendung «Sternstunde Philosophie» wollte ein anderes Themenspektrum diskutieren. Schweizer Radio und Fernsehen verzichtet daher auf eine Aufzeichnung des Gesprächs, das nun gemäss der «Chatham House Rule» durchgeführt wird.

Die Veranstaltung und die Debatte mit Philipp Hildebrand und Peter Kurer werden vom Gottlieb Duttweiler Institut ohne Beteiligung von SRF im GDI in Rüschlikon durchgeführt.

Informationen

Datum
14. November 2012

Preise
-

Veranstaltungsort
Langhaldenstrasse 21
8803 Rüschlikon