Unser Geld

Unser Geld, unsere Banken, unser Land

Geldschöpfung in der modernen Wirtschaft

AUSGEBUCHT

Geldschöpfung in der modernen Wirtschaft

Die Schweiz ist heute die prominenteste halbdirekte Demokratie mit regelmässig stattfindenden, öffentlich initiierten und dann verbindlichen Volksabstimmungen. 2018 wird ein Referendum abgehalten, um die nationale Verfassung zu ändern, die eine Änderung des Geld-/Bankensystems in einen Chicago-Plan-Stil (Vollgeld) vorschreibt. Obwohl dies seit Jahrzehnten untersucht wurde, hat bisher kein Land die Massnahme ergriffen. Ziel der Konferenz ist es, dieses Thema aus allen Blickwinkeln zu beleuchten und eine Diskussion unter globalen Experten über die Auswirkungen dieses Wandels im heutigen wirtschaftlichen Umfeld anzuregen.

  • Wie entsteht heute in der Wirtschaft Geld?
  • Haben die seit dem globalen Crash 2007/2008 eingeleiteten Massnahmen unser Bankensystem stabilisiert?
  • Warum steigen die Schuldenstände exponentiell an?
  • Wie hat sich die Struktur des Geld-/Bankensystems in den letzten 50 Jahren grundlegend verändert?
  • Welche gesellschaftlichen Auswirkungen hat dieser grundlegende Wandel?
  • Ist ein radikales Umdenken unseres Systems möglich oder ist es nur ein Hirngespinst?
Programm

ab 8:00
Registrierung und Willkommenskaffee

9:00
Einführung und Überblick
Uli Kortsch, Autor, Ökonom und Experte für Geldpolitik

9:20
Who’s in charge? Komplexität, Vertrauen, Hierarchie und Netzwerke
David Bosshart, CEO, Gottlieb Duttweiler Institute (GDI)

9:50
Einleitung zum Podium: Das aktuelle Währungssystem

  • Die heutige Quelle der Geldschöpfung Richard Werner, Lehrstuhl für Internationales Bankwesen, Universität Southampton, England
  • Banken-Instabilität aufgrund der Anlagestrukturen und Geschichte der Bankläufe Larry Kotlikoff, Professor für Volkswirtschaftslehre, Boston Universität, ehemaliger führender Ökonom, Wirtschaftsrat des Präsidenten, USA
  • Bankstabilisierungsbemühungen: Basel III, Dodd-Frank, … William White, ehemaliger Chefökonom, Bank for International Settlements, Basel, Schweiz
  • Rolle der Zentralbank: inklusive QE, Negativzinsen, … William Dunkelberg, Chefökonom des U.S. Bundesverbandes selbständiger Unternehmer, Professor und ehemaliger Dekan der School of Business and Management der Temple Universität, Philadelphia, USA

10:45
Kaffeepause

11:15
Podium: Das aktuelle Währungssystem
mit Richard Werner, Larry Kotlikoff, William White, William Dunkelberg
moderiert durch Uli Kortsch
Q&A

11:50
Überblick über die aktuelle globale Situation
Martin Wolf, Ökonomischer Chefkommentator der Financial Times

12:30
Lunch

13:45
Podium: Vollgeld: JA

  • Referendum Überblick Sergio Rossi, Inhaber des Lehrstuhls für Makro- und Monetäre Ökonomik, Universität Freiburg, Schweiz
  • Implementierung Joseph Huber, Professor Em. des Lehrstuhls für Wirtschaftssoziologie, Martin Luther Universität, Deutschland
  • Gesellschaftliche Auswirkungen Katharina Serafimova, Dozentin an der Universität Zürich, Institut für Banking und Finance, Schweiz

14:30
Kaffeepause

15:00
Podium: Vollgeld: NEIN

  • Praxis Ausblick – Jürg Müller, Wirtschaftsredaktor, Neue Zürcher Zeitung, Schweiz
  • Akademischer Ausblick – Aleksander Berentsen, Professor für Wirtschaftstheorie, Universität Basel, Schweiz
  • Politischer Ausblick – Ruedi Noser, Ständerat, Schweiz

15:45
Podium mit allen Referenten für eine Plenar-Diskussion

17:15
Networking Apéro

17:30-18:30
Shuttle zum Bahnhof Thalwil
Sprachen Deutsch/Englisch/Französisch (Simultanübersetzung)

Referenten

Uli Kortsch

Gründer der Monetary Trust Initiative und von Global Partners Investment. Sein Hauptinteresse am Geldsystem gilt den Prinzipien der Transparenz und Authentizität. Kortsch hatte in über 50 Ländern mit Regierungschefs, Finanz- und Handelsministern zu tun.

David Bosshart

CEO

Dr. David Bosshart ist CEO des Gottlieb Duttweiler Instituts für Wirtschaft und Gesellschaft. Der promovierte Philosoph ist Autor zahlreicher internationaler Publikationen und weltweit tätiger Referent. Seine Arbeitsschwerpunkte sind die Zukunft des Konsums, der gesellschaftliche Wandel, Digitalisierung (Mensch-Maschine), Management und Kultur, Globalisierung und politische Philosophie.

Richard Werner

Inhaber des Lehrstuhls für internationales Bankwesen. Vorsitzender der Association for Research on Banking and the Economy; Organisator der European Conference on Banking and the Economy. Autor von „Quantity Theory of Credit (BIP-bezogener Kredit bestimmt das BIP-Wachstum, während nicht BIP-bezogener Kredit zu Inflation oder Assetinflation und Bankkrisen führt)“.

Larry Kotlikoff

Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Boston. Experte für Finanzkrisen, Bankenregulierung und Reform des Bankwesens. Forscher beim National Bureau of Economic Research. Er gilt als einer der 25 einflussreichsten Ökonomen weltweit. Bestsellerautor mit Beiträgen in der „New York Times“, dem „Wall Street Journal“ und der „Financial Times“.

William White

Vorsitzender des Economic and Development Review Komitees der OECD; Mitglied des Issing Komitees, berät den deutschen Bundeskanzler zu Themen der G20; Beirat des INET; Cato Institute; Council on Economic Policies; ehem. Leiter der Währungs- und Wirtschaftsabteilung der Bank für Int. Zahlungsausgleich. White hat die Finanzkrise von 2007 kommen sehen und öffentlich davor gewarnt.

William Dunkelberg

Chefökonom des U.S. Bundesverbandes selbständiger Unternehmer, ehemaliger Dekan der School of Business and Management der Temple Universität, Philadelphia, USA.

Martin Wolf

Ökonomischer Chefkommentator der „Financial Times“. Für seine journalistische Tätigkeit wurde mit dem Orden 'Commander of the British Empire' und zahlreichen Preisen geehrt. Er war Mitglied der Unabhängigen Regierungskommission zum Bankensystem. Ehrendoktor der London School of Economics und der Universität Warwick.

Sergio Rossi

Inhaber des Lehrstuhls für Makro- und Monetäre Ökonomik der Universität Fribourg, Schweiz, mit Forschungsschwerpunkt auf makroökonomischer Analyse nationaler und internationaler Geld- und Finanzprozesse. Autor und Herausgeber zahlreicher Publikationen zum Thema, einschließlich einer Enzyklopädie der Zentralbanken, sowie Ko-Herausgeber einschlägiger wissenschaftlicher Zeitschriften.

Joseph Huber

Professor Em. des Lehrstuhls für Wirtschaftssoziologie der Martin Luther Universität Halle (Saale). Forschungsschwerpunkte sind Geldsystemanalyse und Vollgeld sowie allg. Modernisierungs- und Innovationsprozesse, speziell auch bezüglich ökologischer Modernisierung. Diesbezüglich als Auftragsforscher und Politikberater für verschiedene Regierungen, Parteien und Konzerne tätig gewesen.

Katharina Serafimova

Dozentin am Institut für Bank- und Finanzwesen der Universität Zürich. Zuvor Leitung der Abteilung für erneuerbare Ressourcen bei Ernst Basler + Partner sowie Leitung der Abteilung Nachhaltige Unternehmensführung einer Schweizer Privatbank. Verfolgt derzeit ein internationales Projekt zur Einbeziehung von Umweltkriterien in die Finanzmarktregulierung, aktuell deren Einbeziehung in Entscheidungsprozesse der Basel Bank für Internationalen Zahlungsausgleich und der G20.

Jürg Müller

Wirtschaftsredaktor bei der Neuen Zürcher Zeitung. Dort ist er verantwortlich für ökonomische Fragen zu den Themenschwerpunkten Finanzsystem, Digitalisierung und Wirtschaftspolitik. Müller hat an der Universität Cambridge einen M.Phil. in Ökonomie erlangt und verfasste an der ETH Zürich seine Dissertation über die makroökonomische Bedeutung von Banken.

Aleksander Berentsen

Professor für Wirtschaftstheorie an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Basel. Seine Forschungsinteressen umfassen Geldtheorie, Geldpolitik, Makroökonomie und Finanzwirtschaft. Er war Berater bei der Schweizerischen Nationalbank und seit 2009 Research Fellow an der Federal Reserve Bank von St. Louis.

Ruedi Noser

Er ist Inhaber der Noser Gruppe, eine der grössten ICT-Firmen der Schweiz. 2003 wurde er als Nationalrat in das Schweizer Parlament gewählt und 2015 in den Ständerat des Schweizerischen Parlaments. Er präsidierte die Kommission für Wirtschaft und Abgaben (WAK) bis zu seiner Wahl.

Information

Datum

5. Februar 2018

Preise
Vollpreis: 650 CHF 25%

Early-Bird-Rabatt bis 5. Dezember 2017: 490 CHF

GIC- und CFA-Mitglieder Rabattcode erhältlich bei Colleen Murphy für GIC und info@swiss.cfa für CFA. GIC- und CFA-Mitglieder: 325 CHF 25% Early-Bird-Rabatt für GIC- und CFA-Mitglieder bis 5. Dezember 2017: 245 CHF

Studenten und Professoren: 25 CHF, kontaktieren Sie vollgeld@gdi.ch und senden Sie die Bescheinigung als PDF.

Die Teilnahmegebühr ist im Voraus zu bezahlen. Im Preis inbegriffen sind alle Speisen und Getränke. Kurzfristige Anmeldungen (später als zwei Wochen vor dem Anlass) können nur mit Kreditkarte bezahlt werden.

Veranstaltungsort
GDI Gottlieb Duttweiler Institute
Langhaldenstrasse 21
8803 Rüschlikon

Weiteres

Sprache

Deutsch/Französisch/Englisch (Simultanübersetzung)

Programmänderungen Änderungen bleiben vorbehalten. Sollte ein Anlass nicht stattfinden, wird die Teilnahmegebühr zurückerstattet. Weitere Ansprüche können nicht geltend gemacht werden.

Abmeldung

Sollten Sie verhindert sein, melden Sie sich bitte schriftlich ab. Bis dreissig Tage vor der Veranstaltung erhalten Sie die Teilnahmegebühr zurück. Danach und bis zu fünf vollen Arbeitstagen vor dem Anlass stellen wir 75% in Rechnung, bei späteren Absagen verrechnen wir den vollen Betrag. Ein/e Ersatzteilnehmer/in ist in jedem Fall willkommen.

Hotelreservation

Damit Sie von den Spezialpreisen profitieren, nutzen Sie für die Zimmerbuchung bitte die nachstehenden E-Mail-Adressen und erwähnen bei der Buchung folgenden Code: VOLLGELD2018 Hotel Sedartis, Thalwil: info@sedartis.ch Hotel Belvoir, Rüschlikon: info@hotel-belvoir.ch

Transport

Für Fahrten zwischen dem GDI Gottlieb Duttweiler Institute und dem Hotel Sedartis Thalwil oder dem Bahnhof Thalwil steht ein kostenloser Transfer-Service zur Verfügung.

Partner

Global Interdependence Center

CFA Society Switzerland