Zukunft öffentlicher Raum
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Die Zukunft des öffentlichen Raums

Neue Bedürfnisse, neue Anforderungen

Neue Bedürfnisse, neue Anforderungen

Städte werden dichter: Immer mehr Menschen müssen sich immer weniger Platz teilen. Gleichzeitig wandelt sich der städtische Raum. Neue Arbeitswelten, veränderte Mobilität, Zielkonflikte zwischen Bewohnern und Touristen oder Strukturwandel im Handel tragen dazu bei. Wird der öffentliche Raum wichtiger? Und weshalb ist er dies überhaupt?

Mit der Digitalisierung verschwimmen die Grenzen zwischen Öffentlichem und Privatem. Ansprüche und Erwartungen verschieben sich, Normen werden hinterfragt. Welche Anforderungen an den öffentlichen Raum ergeben sich daraus?

Am Anlass zur Zukunft des öffentlichen Raums, wird die aktuelle Studie des GDI im Auftrag des Zentrums öffentlicher Raum ZORA und in Zusammenarbeit mit der ETH Zürich vorgestellt und mit Gastreferenten aus Wirtschaft und Gesellschaft diskutiert. In fünf zur Auswahl stehenden Parallel Sessions wird das Thema unter unterschiedlichen Gesichtspunkten mit Experten vertieft.

Die Tagung ist Bestandteil einer Trilogie zum öffentlichen Raum. Diese wird vom Schweizerischen Ingenieur- und Architektenverein SIA und der Hochschule Luzern – Soziale Arbeit mitgetragen. Der Schweizerische Städteverband ist Patronatspartner.

 

Programm

08:30
Willkommenskaffee

9:00
Begrüssung
Rahel Marti

Einführung
David Bosshart, CEO, GDI Gottlieb Duttweiler Institute

Studienpräsentation
Marta Kwiatkowski, Senior Researcher, GDI Gottlieb Duttweiler Institute
Future Public Space
Zur Zukunft des öffentlichen Raums in den Städten

10:15
Kaffeepause

10:45
Keynote
Titus Gebel, Unternehmer und promovierter Jurist, freeprivatecities.com
Freie Privatstädte - Mehr Wettbewerb im wichtigsten Markt der Welt

11:15
Panel
Renate Amstutz, Städteverband
Günther Vogt, ETH Landschaftsarchitektur
Marta Kwiatkowski, GDI Gottlieb Duttweiler Institute
Titus Gebel, freeprivatecities.com
Stefan Cadosch, Präsident SIA

12:00
Stehlunch

13:30
Parallel Sessions (Bitte wählen Sie bei der Anmeldung eine der Parallel Sessions aus)

Dietmar Leyk, Future Cities Lab Singapore
Der Wert der Intensität oder die Verdichtung des Öffentlichen
Über die Bedeutung des öffentlichen Raumes in hochverdichteten Städten
Die Qualitäten des öffentlichen Raumes in hochverdichteten Städten wie Singapur verändern sich. Erstens durch eine dramatische Konzentration von Architekturen und Aktivitäten, zweitens durch globalisierte, ökonomische Marktkräfte, die dekontextualisierte Orte des Konsums schaffen und drittens durch die zwingende Notwendigkeit Antworten auf akute klimatische Bedingungen zu finden. Basierend auf einem besonderen Verständnis von Öffentlichkeit in asiatischen Städten werden Konzepte des öffentlichen Raumes neu gedacht. Wie werden Raum, Atmosphäre, Repräsentation und Organisation in Aussen- und Innenräumen verstanden, um sie als strategische urbane Komponenten im städtebaulichen Entwurf zu nutzen um das Leben in hochverdichteten Städten zu verbessern?

Raphaële Bidault-Waddington, LIID Future Lab
The soft-power of creative labs on the public space
In this session, French artist and future researcher Raphaele Bidault-Waddington will show, via best practices and her own experience,  how "creative labs" have become a pivotal means to reinvent the public space in all its dimensions, from daily life to collective imaginaries, and even in remote peripheries.  These labs, which power is not explicit (soft-power), often hybridize urban programs (culture, education, entrepreneurship, innovation, ecology and social engagement), resolve critical issues and prototype collective futures. Using cases from the audience, the session will become itself an open lab to co-design experimental projects to be tested.

AUSGEBUCHT: Günther Vogt, Thomas Kissling, Institut für Landschaftsarchitektur ETH Zürich
Der öffentliche Raum der Stadt: Eine Frage des Massstabs
Unsere Siedlungsgebiete haben sich in den letzten Jahren grundlegend verändert. Urbane Netzwerke weiten sich kontinuierlich aus und formulieren neue räumliche und funktionale Konfigurationen. Im Zuge dieser Entwicklungen gilt es den gelebten und gebauten öffentlichen Raum neu zu verhandeln und zu bestimmen. Der Input stellt nach einem Portrait exemplarischer Beispiele aus der Schweiz sechs Begriffe vor, die als Rückgrat dienen können, um über die Rolle und das Wesen des öffentlichen Raumes in der heutigen Stadt aus räumlicher, sozialer und ökonomischer Perspektive zu debattieren.

Philippe Bischof, Pro Helvetia
Was wäre, wenn der öffentliche Raum kulturpolitisch mitgestaltet würde?
Voraussetzung öffentlicher Kultur sind Meinungsfreiheit, Teilhabe und Vielfalt sowie offen zugängliche Orte der Begegnung. Dies sind drängende Themen heutiger Kulturpolitik, da auch in der Schweiz der öffentliche Raum einer zunehmenden Privatisierung und Ökonomisieren ausgesetzt ist. Diese wird oft verbunden mit image- und investorengetriebenen architektonischen oder künstlerischen Interventionen. Bedauerlicherweise spielt aber die Kulturpolitik bei der Frage der Gestaltung des öffentlichen Raumes bis heute kaum eine Rolle.
Der Input fragt aus Sicht der Kulturpolitik nach der Möglichkeit gemeinschaftlicher Gestaltungsprozesse und den Vorteilen eines partizipativ und kreativ gestalteten Stadtraumes. Ausgehend von den genannten Themen wird mit dem Gedanken gespielt, was wäre, wenn Kulturpolitik eine aktive Rolle spielen würde bei der kreativen Planung und Gestaltung des öffentlichen Raumes.

Claudia Schwalfenberg, SIA
Öffentliche Räume unter veränderten Bedingungen des Öffentlichen
Wem sollen unsere Strassen und Plätze künftig gehören: Google, privaten Investoren oder den Tiefbauämtern vielleicht? Und was sollen sie sein: Wohlfühloasen für einzelne Gruppen, die Stube der Gesellschaft oder Gartenersatz in Zeiten der Verdichtung? Brauchen wir eine neue Baukultur?

14:30
Pause für Raumwechsel

15:00
Podium mit allen Leitern der Parallel Sessions
Wrap-Up und Abschluss

15:45
Closing Key Note
Adam Greenfield, a London-based writer and urbanist.
Radical Technologies: The Design of Everyday Life

16:15
Apéro

Referenten

Renate Amstutz

Direktorin Schweizerischer Städteverband. Sie ist die Interessenvertreterin der Städte und Agglomerationen gegenüber Politik und Behörden von Bund und Kantonen, Medien und Öffentlichkeit. Renate Amstutz ist Wirtschaftswissenschaftlerin und hat sich verschiedentlich weitergebildet, u.a. in Management, Coaching und Kommunikation.

Raphaële Bidault-Waddington

Künstler-Forscherin und Schriftstellerin in Paris. Organisierte ihre Praxis über "labs", um ihre Forschungen über Stadtentwicklung, immaterielle Ökonomie, Bilder, Werte und Wissen fortzusetzen. Sie behauptet, dass Kunst eine facettenreiche Denkweise ist, die Wissen und Experimentieren hervorbringt und einen Wert hat, der weit über den Kunstbereich hinausgeht.

Philippe Bischof

Direktor Pro Helvetia. Er begann seine Laufbahn als Regieassistent am Theater Basel. Von 2011 bis 2017 war er Leiter der Abteilung Kultur des Kantons Basel-Stadt und von 2016-17 Präsident der Konferenz der kantonalen Kulturbeauftragten. Regelmässig ist er als Dozent für Kulturpolitik und Kulturförderung tätig.

David Bosshart

CEO

Dr. David Bosshart ist CEO des Gottlieb Duttweiler Instituts für Wirtschaft und Gesellschaft. Der promovierte Philosoph ist Autor zahlreicher internationaler Publikationen und weltweit tätiger Referent. Seine Arbeitsschwerpunkte sind die Zukunft des Konsums, der gesellschaftliche Wandel, Digitalisierung (Mensch-Maschine), Management und Kultur, Globalisierung und politische Philosophie.

Stefan Cadosch

Präsident des Schweizerischen Ingenieur- und Architektenvereins SIA, Diplomierter Architekt ETH. Seit 1999 führt er gemeinsam mit Jürg Zimmermann das Architekturbüro Cadosch & Zimmermann GmbH, Architekten ETH/SIA in Zürich.

Titus Gebel

Gründer & CEO von Free Private Cities Inc. (www.freeprivatecities.com). Mit Freien Privatstädten will er ein völlig neues Produkt auf dem "Markt des Zusammenlebens" schaffen, das bei Erfolg Ausstrahlungswirkung haben wird. Zusammen mit Partnern arbeitet er derzeit daran, die erste Freie Privatstadt der Welt zu verwirklichen.

Adam Greenfield

London-based writer and urbanist. Greenfield is best known for his 2006 book Everyware: The dawning age of ubiquitous computing. In 2017 he published his fourth book, “Radical Technologies”. One of the world’s foremost thinkers on the relationship between networked information technology and the urban experience.

Thomas Kissling

Ausbildung zum Innenausbauzeichner. Studium Architektur an der ETH Zürich bei Prof. Wolfgang Schett. Seit 2011 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur Günther Vogt. Lehre und Forschung mit Schwerpunkt alpiner Raum als zentrale Kulturlandschaft Europas und Entwurfsmethodik im Kontext der Architekturausbildung.

Marta Kwiatkowski Schenk

Senior Researcher, Deputy Head Think Tank

Marta Kwiatkowski Schenk ist Senior Researcher und Deputy Head Think Tank am Gottlieb Duttweiler Institut. Sie analysiert gesellschaftliche, wirtschaftliche sowie technologische Veränderungen.

Dietmar Leyk

Gründungsdirektor von Leyk Wollenberg Architekten Berlin. Projektleiter “The Grand Projet - Towards Adaptable and Liveable Urban Megaprojects”, Forschungsszenario-Koordinator “High-Density Mixed-Use Cities” am Future Cities Lab, Co-Principal Investigator “The Future of Cities: New Urban Typologies” am SUTD.

Rahel Marti

STV Chefredaktorin und Aktionärin des Hochparterre. Studien der Architektur und Raumplanung an der ETH Zürich und am CEPT, Ahmedabad, Indien. Ihre Schwerpunkte liegen auf Raumplanung, Städtebau und Architektur. Zudem ist sie als Jurorin, Referentin sowie Organisatorin und Moderatorin von Podiumsdiskussionen und Tagungen tätig.

Claudia Schwalfenberg

Verantwortliche Baukultur beim SIA. Zuvor Leiterin Öffentlichkeitsarbeit Bundesarchitektenkammer Berlin und stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Kulturrats. Studien in Münster, Brighton und Cambridge. Sie wirkte beim Internationalen Lyrikertreffen Stadt Münster mit und arbeitete bei der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.

Günther Vogt

Inhaber Vogt Landschaftsarchitekten. Professor an der ETH Zürich. 2007 - 2011 Vorsitzender Netzwerk Stadt und Landschaft (NSL). 2010 Eröffnung Case Studio Vogt. 2012 Gastprofessor an der Harvard Graduate School of Design. 2012 Prix Meret Oppenheim des BAK.

Informationen

Datum

13. April 2018

Preise
Vollpreis: 150 CHF

Die Teilnahmegebühr ist im Voraus zu bezahlen. Im Preis inbegriffen sind alle Speisen und Getränke. Kurzfristige Anmeldungen (später als zwei Wochen vor dem Anlass) können nur mit Kreditkarte bezahlt werden.

Veranstaltungsort
GDI Gottlieb Duttweiler Institute
Langhaldenstrasse 21
8803 Rüschlikon

Weiteres
Sprache

Deutsch/Englisch (keine Übersetzung)

Programmänderungen Änderungen bleiben vorbehalten. Sollte ein Anlass nicht stattfinden, wird die Teilnahmegebühr zurückerstattet. Weitere Ansprüche können nicht geltend gemacht werden.
Abmeldung Sollten Sie verhindert sein, melden Sie sich bitte schriftlich ab. Bis dreissig Tage vor der Veranstaltung erhalten Sie die Teilnahmegebühr zurück. Danach und bis zu fünf vollen Arbeitstagen vor dem Anlass stellen wir 75% in Rechnung, bei späteren Absagen verrechnen wir den vollen Betrag. EinE ErsatzteilnehmerIn ist in jedem Fall willkommen.

Hotelreservation

Damit Sie von den Spezialpreisen profitieren, nutzen Sie für die Zimmerbuchung bitte nachstehenden E-Mail-Adressen und erwähnen bei der Buchung folgenden Code: Publicspace18 Hotel Sedartis, Thalwil: info@sedartis.ch Hotel Belvoir, Rüschlikon: info@hotel-belvoir.ch

Partner

ZORA

Schweizerischer Städteverband

sia

Hochschule Luzern