Netflix-Datenanalystin Michelle Ufford am GDI

Netflix kennt seine Nutzer besser als jeder TV-Sender. Immense Mengen an Daten helfen, das Programm für jeden einzelnen zu optimieren. Michelle Ufford erzählt an der GDI-Predictions-Konferenz vom 4. Juni 2019, wie das geht.

Netflix Stranger Things

130 Millionen Mitglieder in 190 Ländern, die sich auf 450 Millionen unterschiedlichen Geräten Filme anschauen. Dank des getrackten Nutzerverhaltens besitzt Netflix eine riesige Menge Daten, die es mit grossem Aufwand auswertet. Ein 100 Petabyte (entspricht 100 Millionen Gigabyte) grosses Data-Warehouse ist nötig, um pro Tag eine Billion Nutzeraktivitäten, wie das Drücken von Play, Stopp oder den Abbruch eines Films, zu speichern.

Der Nutzen? Netflix will, laut Daten-Analystin Michelle Ufford, seinen Nutzern ein optimales Erlebnis auf der Plattform bieten. Implizit heisst das sicher auch, Nutzer sollen so lange wie möglich auf Netflix verweilen. Um das zu erreichen, ist jeder Account zu 100 % auf den individuellen Nutzer zugeschnitten, bis hin zu den Vorschaubildern der Serien, die nach Genre-Vorlieben angezeigt und getestet werden.

Um das bestmögliche Ergebnis aus den Daten zu holen, verfolgt die Streaming-Plattform eine Maxime: Jeder Mitarbeiter kann auf die Big-Data-Plattform von Netflix zugreifen. Und so wird nicht nur auf der Plattform selbst Inhalt personalisiert, sondern werden Filme schon in der Produktion am Nutzerverhalten ausgerichtet.

Wer wie mit der gigantischen Datenmenge bei Netflix arbeitet, zeigt Michelle Ufford in diesem Video und am 4. Juni am GDI: