Future Skills: Vollautomatisierter KI-Luxus

Roboter verrichten den Grossteil unserer Arbeit, und Mängel sind passé. Das ist ein Szenario der GDI-Studie «Future Skills». Welche Fähigkeiten werden Menschen benötigen?

Der nachfolgende Text basiert auf einem Auszug aus der GDI-Studie «Future Skills», die Sie über unsere Website beziehen können.

Das Vollautomatisierter-KI-Luxus-Szenario beschreibt eine Welt, in der Maschinen viele Arbeiten übernommen haben. Die im Überfluss vorhandenen Früchte dieser Arbeit sind nicht einer kleinen Elite vorbehalten, sondern für alle zugänglich. Deshalb herrscht in dieser Welt materiell kein Mangel, bestehende Freiheiten sind nicht eingeschränkt.

In dieser Welt herrscht kaum noch Zwang. Niemand muss für Geld arbeiten, weil Daten, Energie und Ressourcen im Überfluss vorhanden sind. Nahrungsmittel können durch Roboter angebaut werden: Gemüse und Früchte in vertikalen Gärten an Hausfassaden, Fleisch im Labor, Getreide auf Permakultur-Feldern. Auch die Gesundheitsversorgung können Roboter übernehmen. Sie stellen ein Grundangebot sicher, das oft aber gar nicht benötigt wird. Denn viele Menschen kümmern sich gerne um Gärten und lassen Roboter höchstens mechanisch Unkraut entfernen, um keine Gifte zu sprühen. Andere Menschen wiederum finden in der Pflege von kranken Menschen oder dem Unterrichten von Kindern ihre Berufung.

Es gibt in dieser Zukunft auf den ersten Blick also keine Probleme. Man kann alles, muss aber nichts. Es gibt keine zwingenden Autoritäten, die einem vorschreiben, was wichtig und unwichtig, was gut und schlecht ist; es gibt keine vorgegebenen Aufgaben und Werte, an denen man sich orientieren muss. Wertvorstellungen, Antrieb und Sinnstiftung sind etwas, das Menschen allein und in Gemeinschaften erzeugen müssen.

Welche Fähigkeiten sind in einer solchen Zukunft unverzichtbar?

Das Formulieren langfristiger Ziele 
Um sich nicht nur kurzfristigen Ablenkungen hinzugeben, muss man in der Lage sein, sich selber kurz- und langfristige Ziele zu setzen. Das bedingt Eigenantrieb und Selbstverantwortung wie auch die Fähigkeit, in einem grösseren Zeithorizont zu denken.

Vertrauen in andere
Die Welt des Überflusses bedarf eines Engagements für die Gemeinschaft, indem die Menschen ihre Erzeugnisse miteinander teilen. Erst so kann das volle Potenzial genutzt werden. Die Bereitschaft zum Überfluss setzt voraus, dass man anderen Menschen vertraut, mit Freiheiten umgehen zu können und nicht nur durch Disziplinierung und durch Zwänge zu funktionieren.

Wirken in der Gruppe
Weil Sinnstiftung durch gemeinschaftliche Projekte geschaffen werden kann, muss man in der Lage sein, Entscheidungen in der Gruppe  zu treffen und sich darin koordinieren zu können, um diese gemeinsamen Ideen auch umzusetzen. Das kann sich in der Praxis als schwierig erweisen, wenn alle freiwillig mitmachen und es kaum Hierarchien gibt, weshalb auch hier Geduld und Durchhaltevermögen wichtig sind.

Neben dem vollautomatisierten KI-Luxus gibt es noch weitere Szenarien, die uns auf verschiedene mögliche Zukünfte vorbereiten. Was müssen wir zukünftig vielleicht noch können müssen? Laden Sie «Future Skills» jetzt kostenfrei herunter!