Allen Frances

Food for Thought 2.13

Ein Tischgespräch mit Professor Allen Frances

Ein Tischgespräch mit Professor Allen Frances

Wir werden immer schneller krank – geschrieben. 1980 galt es als normal, dass ein Mensch ein Jahr um einen Angehörigen trauerte. 1994 legte man Psychiatern nahe, zwei Monate zu warten, bevor sie Traurigkeit, Schlaflosigkeit und Apathie als Depression einstuften. Heute lautet die Empfehlung, schon nach wenigen Wochen Alarm zu schlagen.

Vor einer Inflation psychiatrischer Diagnosen warnt Professor Allen Frances (Duke University, North Carolina). Der international renommierte Psychiater erklärt, warum alltägliche Seelenzustände nicht als geistige Krankheiten eingestuft werden sollen. Verständlich und kenntnisreich schildert Bestsellerautor Frances, wie die Pathologisierung des Menschen überhandnahm, welche Interessen dahinterstecken und welche Gegenmassnahmen es gibt.

Ein Abend im GDI über die Geschichte und Zukunft psychiatrischer Diagnosen, über die Grenzen der Psychiatrie – und ein Plädoyer für das Recht, normal zu sein.


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Programm

18.00
Willkommens-Drink

18.30
Drei-Gang-Dinner und Referat von Allen Frances, anschl. Networking

22.00
Veranstaltungsende

Referenten
Allen Frances

Allen Frances

International renommierter US-Psychiater und emeritierter Professor der Duke University (North Carolina). Frances war Vorsitzender der Task-Force, die 2000 das international verbindliche Diagnose-Handbuch DSM-4 veröffentlichte und ein Kritiker dessen Nachfolger DSM-5, das 2013 erschien.

Informationen

Datum
20. November 2013

Preise
1 Teilnehmer CHF 240.-, ab 2 Teilnehmern je CHF 205.-

Die Teilnahmegebühr ist im Voraus zu bezahlen. Im Preis inbegriffen sind alle Speisen und Getränke (inkl. MWSt). Kurzfristige Anmeldungen (später als zwei Wochen vor dem Anlass) können nur mit Kreditkarte bezahlt werden.

Veranstaltungsort
GDI Gottlieb Duttweiler Institute
Langhaldenstrasse 21
8803 Rüschlikon

Weiteres
Sprache
Englisch (keine Übersetzung)