Neue GDI-Studie «Prävention im Umbruch – Stabile Routinen in instabilen Zeiten»

Rüschlikon, 29. April 2021 – Sellerie-Smoothie oder Tiefkühlpizza? Waldlauf oder Sofa? Netflix oder Schlaf? Die Corona-Pandemie hat viele Gewohnheiten verändert, zum Guten wie zum Schlechten. Was braucht es, damit wir uns gesünder verhalten? Und wie sieht zukunftsfähige Krankheitsprävention aus? Diesen Fragen geht eine neue GDI-Studie nach.

Vom Rauchen bis zum Zähneputzen ist unser Verhalten von Gewohnheiten bestimmt, die oftmals «im Autopilot-Modus» stattfinden. Auf gesundheitsfördernde Gewohnheiten vertrauen können wir vor allem dann, wenn unser Alltag stabil ist. Bei Umbrüchen hingegen wie Jobwechsel, Trennung oder Umzug verändern sich die Rahmenbedingungen, und wir müssen unser Verhalten neu kalibrieren: Gesundheitsfördernde Gewohnheiten können verloren gehen oder neu hinzukommen.

Das gilt auch bei globalen Umbrüchen. Die Corona-Krise bot Gelegenheit, die Veränderung von Verhaltensweisen, Gewohnheiten und Ritualen in Echtzeit zu beobachten. Eine Auswertung zahlreicher Studien aus verschiedenen Ländern zeigt, dass tatsächlich viele Menschen während der Pandemie ihr Verhalten änderten, sowohl in eine gesunde, wie auch in eine ungesunde Richtung. Als entscheidend für ein gesünderes Verhalten, beispielsweise mehr Sport, erwiesen sich die Fähigkeiten der Selbstregulation und Selbstreflektion.

Diese Fähigkeiten hängen einerseits von der individuellen sozialen Einbettung sowie der ökonomischen Sicherheit ab. Sie sind andererseits aber auch erlernbar. Gerade in Zeiten des Umbruchs lassen sich Gewohnheiten besonders gut formen. Präventionsarbeit wird in einer Welt des beschleunigten Wandels daher wichtiger und wirksamer als je zuvor. Und sie bedeutet viel mehr als Anti-Rauch-Kampagnen und Prostata-Screenings.

Damit stellt sich die Frage nach der Mündigkeit des Individuums. Soll der Staat Gesundheit fördern, oder liegt das in der Verantwortung des Einzelnen? Ist man zu einem gesunden und damit kostensparenden Verhalten verpflichtet? Und wie müssen die Anreize im Gesundheitssystem gesetzt werden? Zur Erinnerung: Heute fliessen keine drei Prozent der Gesundheitsausgaben in die Prävention; wir heilen Kranke, statt Gesunde zu unterstützen.

Solche Themen werden angesichts steigender Gesundheitskosten dringlicher und müssen demokratisch verhandelt werden. Die GDI-Studie zur Prävention will dazu einen neuen Denkansatz beisteuern. Die Studie wurde im Auftrag von Curaden erstellt, der Schweizer Anbieterin für ganzheitliche Konzepte, Dienstleistungen und Produkte für die orale Gesundheit.

Die GDI-Studie «Prävention im Umbruch – Stabile Routinen in instabilen Zeiten» ist online kostenlos als Download in Deutsch und in Englisch erhältlich: gdi.ch/praevention.

Bei Fragen oder Interview-Wünschen stehen wir gerne zur Verfügung.

Medienkontakte

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