Wirtschaftswachstum: Game over?

15.05.2013

Jahrzehntelang wuchs die US-Wirtschaft. Erleben wir nun das Ende des Wachstums? Ja, sagte Robert J. Gordon unlängst an einer TED-Konferenz. Im GDI erklärt er, was das für Unternehmen bedeutet.

Zahlreiche Gründe liefert Gordon in seinem packenden Referat für den anhaltenden Niedergang der amerikanischen Wirtschaft, und ebenso viele Beispiele dafür. Zusammengefasst befürchtet Gordon, dass ein Schuldenberg epidemischen Ausmasses und wachsende Ungleichheit die USA in einen Zustand der Lähmung manövrieren könnten, aus dem sie vor lauter Innovationsschwäche nicht mehr herausfinden.

Robert J. Gordon ist wohl der renommierteste lebende Makroökonom. Der Professor der Northwestern University setzt sich seit Jahren mit Fragen des Wirtschaftswachstums auseinander. Die polarisierende Kernthese seiner Schriften ist ein ernüchterndes Urteil über die Innovationskraft der digitalen Revolution für die Wirtschaft: Das Internet und all unsere damit verbundenen Gadgets, so Gordon, seien nichts im Vergleich zu den Errungenschaften der Industriellen Revolutionen der Vergangenheit.

Ein guter Startpunkt für eine Auseinandersetzung mit dem US-Ökonom sind seine beiden Aufsätze «Is US economic growth over?» und «Why Innovation Won’t Save Us» (PDF).

Im Herbst 2013 tritt Robert Gordon gleich zwei Mal in unserem Institut auf. Am 11. September hält er einen Vortrag, für den Sie sich hier anmelden können. Und auch für die 63. Internationale Handelstagung vom 12. Und 13. September hat Gordon seine Teilnahme bestätigt.