Wird alles smart? Die Vernetzung jeglicher Lebensbereiche nimmt zu

04.09.2019

David Bosshart, CEO des Gottlieb Duttweiler Instituts, referierte am eco2friendly-Summit 2019 über smarte Entwicklungen in der Verkehrsvernetzung, Flächennutzung und die Vorlieben der Generationen.

Der Zeitfaktor werde in einer smarten und vernetzten Welt immer wichtiger, konstatierte GDI-CEO David Bosshart am eco2friendly-Summit 2019. China teile beispielsweise seine urbanen Zentren in Zeitzentren ein statt in Kilometerzentren. Ausschlaggebend sei, was innerhalb von zwei Stunden erreichbar ist. Schnellzüge bringen in China Pendler in 27 Minuten an ihren 150 Kilometer entfernten Arbeitsplatz. «Dann kann ich an einem Ort wohnen, am anderen arbeiten, aber ich bin eigentlich zeitlich sehr nahe», meint David Bosshart.

Verkehrsmanagement werde das Nadelöhr in den nächsten Jahren. Was sind die Verkehrsträger? Was sind die Mobilitätsträger? Bosshart ist sich sicher: Im urbanen Bereich wird der Verbrennungsmotor gänzlich von ÖV, E-Bikes und E-Scootern verdrängt werden.

Des Weiteren werden die Wohn- und Nutzflächen multifunktionaler. Es gäbe nicht mehr die alten Zwänge der festgelegten Raumverteilung. Flexibel und modular zu bauen, werde sehr viel wichtiger werden. Entscheidend für Kauf oder Miete wird die Infrastruktur sein: Cafés, Treffpunkte, Arbeitsräume, Fitness, Bibliothek, etc.. «Also immer mehr Co-Working, Co-Living wird kommen.»

Interessant sei auch der Wandel der Präferenzen zwischen Baby Boomers, Generation Y und Millennials in der Flächennutzung. Von Generation zu Generation nehme der Flächenbedarf ab. Habe ein Baby Boomer noch einen starken Bedarf nach einer Garage, sei das bei den Millennials wegen dem hohen Mobilitätsangebot in den Städten gar kein Thema mehr.

Den ganzen Vortrag von David Bosshart können Sie hier sehen: