Wie das Internet Protestbewegungen verändert hat

Das Internet habe Protestbewegungen wie Women’s March, Climatestrike und Refugees Welcome global gemacht, stellt die Harvard-Forscherin An Xiao Mina fest. Doch wo holen sich Protestbewegungen heute ihre Inspiration? Und wo finden sie Gehör? In einem Video gibt An Xiao Mina Auskunft – und kommenden Herbst an der GDI-Handelstagung.

«Protestbewegungen in unterschiedlichen Städten nutzen heute eine gemeinsame Ästhetik und Sprache», sagt An Xiao Mina, die in Harvard am Berkman Klein Center forscht. Inspiration und Aufmerksamkeit bekämen diese Bewegungen sowohl aus dem Internet als auch von den Menschen auf der Strasse. Dabei nehme die Verquickung von Internet- und Protestkultur zu. So fänden sich auf Protestschildern Hashtags und Internet-Memes, weiss die Autorin des Buches «Memes to Movements: How the World's Most Viral Media is Changing Social Protest and Power». Dieser Einfluss funktioniere auch in umgekehrter Richtung: Einige Protestler trügen Ihre Schilder auf dem Rücken, damit sie von Mitdemonstranten fotografiert und in den Sozialen Medien geteilt würden.

Am Beispiel der pinken «Pussy Hats» (rosafarbene Strickmützen, die Frauen in aller Welt als Zeichen ihres Protests gegen Geschlechter-Ungleichheit trugen) zeigt Mina, wie sich der (Online-)Protest auch auf den Handel auswirkt: Die Mützen prägten das visuelle und verbale Vokabular des Protests und wurden sehr schnell zu begehrten Merchandise-Artikeln. Rosa T-Shirts und andere Produkte folgten und wurden zum verbindenden Erkennungsmerkmal der Bewegung.

Den neuen kreativen Entstehungsprozess des Protests und wie er auch den Handel beeinflusst, erklärt An Xiao Mina in einem Video und an der GDI-Handelstagung vom 5. und 6. September 2019:

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