Was wir heute schon für morgen lernen sollten

Wie bereitet man junge Menschen darauf vor, die Gesellschaft mitzu­gestalten? Was braucht es in unsicheren Zeiten, um Herausforderungen gewachsen zu sein? Darüber sprach GDI-Forscher Jakub Samochowiec mit dem Magazin «ZHAW-Impact».

Der nachfolgende Text basiert auf einem Interview-Auszug aus dem Hochschulmagazin «ZHAW-Impact».

ZHAW-Impact: Was müssen Sie heute können, was Sie nicht in Ihrem Hochschul­studium gelernt haben?

Jakub Samochowiec: Ein sehr wichtiger Punkt, der im Studium zu kurz kam und auch heute im Studium, aber auch in der Schule zu kurz kommt, ist die Möglichkeit zu lernen, wie man Entscheidungen trifft. Ich kann das aus meiner persönlichen Studienerfahrung, aus der Erfahrung als Dozent an der Universität Basel und aus der Perspektive von Studierenden, die uns am Gottlieb Duttweiler Institut für Themenrecherchen aufsuchten, beurteilen.

Woran machen Sie das fest?

An den Hochschulen ist doch schon sehr viel vorgespurt. Wenn man bei einem Referat mal aus einer Liste mit zehn Themen eines auswählen darf, dann ist das schon viel. Entsprechend schwer fällt es den Studierenden auch, sich völlig frei und eigenständig ein Thema für ihre Bachelorarbeit auszudenken, welches sie interessiert. Wir hatten am GDI mal Besuch von Studierenden einer Zürcher Hochschule, die uns für eine Semesterarbeit zum Thema Alter befragten. Als ich wissen wollte, wie sie auf das Thema gekommen seien, war die Antwort: Unser Dozent hat uns das Thema zugelost. Sie durften es also nicht mal selbst auswählen.

Wie können junge Menschen lernen, gute Entscheidungen zu treffen?

Dazu braucht es introspektive Fähigkeiten: Man muss in sich hineinhören, sich selbst beobachten können, um herauszufinden, was man eigentlich will. Und es braucht Mut, etwas Neues anzupacken trotz des Risikos, daran zu scheitern.

Lesen und Schreiben gelten als der Schlüssel für Entwicklung. Welche weiteren Basic Skills braucht es?

Die Antwort auf diese Frage lesen Sie im vollständigen Interview.