«Smarter lesen»: Marta Kwiatkowskis Büchertipps

30.07.2014

Intelligente Roboter, die Chancen der Digitalisierung – und eine ökonomische Betrachtung des Phänomens Hipster: Die Lesetipps von Trendforscherin Marta Kwiatkowski in der GDI-Sommerserie.

Erik Brynjolfsson, Andrew McAfee: «The Second Machine Age»
Die industrielle Revolution brachte automatisierte Prozesse in unseren Arbeitsalltag. Die extrem kurz-zyklischen Entwicklungen in der Technologie werden unsere Arbeit aufs Neue revolutionieren. Im «Second Machine Age» nutzen wir Roboter, selbstfahrende Fahrzeuge, Drohnen und intelligente Systeme, die mit uns kommunizieren, um damit unsere Produktivität zu erweitern. In Kollaboration mit unserer menschlichen Kreativität, Risikobereitschaft und Innovationsfähigkeit werden sich uns völlig neue Arbeitsformen erschliessen.

Mercedes Bunz: «Die stille Revolution»
Mercedes Bunz schrieb lange über technologische Entwicklungen für «The Guardian». Sie sagt, heute sei es nicht mehr wichtig, die Fakten zu kennen, sondern die Entwicklungen richtig einzuschätzen. Wir sollten die Digitalisierung als Chance sehen und positiv für unsere Gesellschaft nutzen.

Mark Greif: «Hipster – Eine transatlantische Diskussion»
Hipster sind allgegenwärtig und jeder kennt vermeintlich ihre Merkmale: Fixie-Fahrrad, Nerd-Brille, Bart. Sie hören Indie-Musik, hängen an Vernissagen aufstrebender Künstler ab und arbeiten (vielleicht) irgendwie in der Kreativbranche. Soviel zu den Vorurteilen. Doch was bringt diese Subkultur hervor? Jetzt, da die Goldgräber-Stimmung in der Wirtschaft vorüber ist, scheinen sie eine alternative zum Yuppie zu bilden. Durch sie wird vieles cool, das früher unter nachhaltig und selbstgestrickt abgestempelt worden ist. Eine lesenswerte Sozialstudie.