Reich, aber glücklich: Wie Geld unsere Psyche beeinflusst

22.11.2019
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Armut ist Stress. Nicht nur für die Betroffenen, gleich ganze Volkswirtschaften werden negativ beeinflusst. Das zeigt eine Studie von Johannes Haushofer, Assistenz-Professor an der Universität Princeton. In einem TED-Talk und am GDI spricht er über die komplexen Zusammenhänge.

«Geld macht glücklich», sagt Johannes Haushofer, Assistenz-Professor an der US-Amerikanischen Universität Princeton. In einer in Kenia durchgeführten Studie hat er den Zusammenhang zwischen Armut, psychischer Gesundheit und den Auswirkungen auf das wirtschaftliche Handeln von Menschen untersucht. 

Das Resultat: Armut steigere den Stress-Level und damitdas Risiko  zu erkranken. In stark von Armut betroffenen Staaten sei aber auch die volkswirtschaftliche Entwicklung beeinträchtigt, so Haushofer. Menschen mit Depressionen falle es schwerer, den Lebensunterhalt zu bestreiten. Ohne Beziehungsnetz und Geld für gesundheitliche Vorsorge kippten sie  aus der Gesellschaft. Dieser Teufelskreis verunmögliche mitunter die Rückkehr in die Arbeitswelt. Und je verbreiteter die Armut, desto grösser der Schaden für die Wirtschaft eines Staates. 

Die verhaltensökonomischen Hintergründe dieser Abwärtsspirale zeigt der Johannes Hauhofer in einem TED-Talk – und am 29. Januar 2020 am GDI: 

Johannes Haushofer ist Referent an der «Academy of Behavioral Economics», die am 29. Januar 2020 am GDI stattfinden wird.