Podiumsdiskussion mit Robert Kagan und Lord Adair Turner

Sind wir auf dem Weg zu einer neuen Weltordnung? An der GDI-Abendveranstaltung «Robot Capitalism and The Coming World Disorder» diskutierten der britische Ökonom Lord Adair Turner und der Politologe Robert Kagan über den Einfluss von Robotern auf die Weltwirtschaft, über die Erstarkung Chinas und über die Rolle der USA. Die Podiumsdiskussion ist jetzt als Video abrufbar.

Die friedliche Zeit der 1950er bis 70er in Europa und den USA sei begünstigt gewesen durch eine gute wirtschaftliche Lage, demografischen Wachstums und wenig Immigration. Das konstatierte der britische Ökonom Lord Adair Turner an der GDI-Veranstaltung «Robot Capitalism and The Coming World Disorder» vom 21. Januar 2019. Der Arbeiterklasse ging es gut, sie sei daher gewillt gewesen, die politischen Strukturen mitzutragen. Dies sei heute nicht mehr der Fall. Die Angst vor steigender Migration sei ausschlaggebend für den Brexit gewesen.

Und die Eliten, fragte GDI-CEO Bosshart die Redner. Sind die gewillt, den Wohlfahrtsstaat weiterhin mitzutragen, oder werden sie sich zurückziehen? Turner: Die Kultur des Silicon Valleys führe zwar auf der einen Seite zu progressivem Verhalten, zum anderen aber zur Super-Individualität. Eine solche Gesellschaft sei gefährlich, warnte Turner. 

Sehen Sie die gesamte Podiumsdiskussion hier im Video.