Nullwachstum: Topinvestor stützt Gordons Prognose

24.07.2013

Robert Gordons Prognosen zum Ende des Wachstums werden kontrovers diskutiert. Nun stärkt ihm der legendäre Investor Jeremy Grantham den
Rücken - und geht noch weiter als Gordon.

In seinem Buch «Is U.S. Economic Growth Over?» identifiziert der Robert Gordon sechs Arten von Gegenwind (headwinds), die das Wirtschaftswachstum im Westen zum Erlahmen bringen. Mit seinen beunruhigenden Prognosen hat sich der berühmte Wirtschaftswissenschafter, der im September im GDI ein Referat hält, selber Gegenwind eingehandelt. Seine Thesen wurden nicht nur in Wirtschaftskreisen, sondern in den wichtigsten internationalen Zeitungen kontrovers debattiert. Kritisiert wurden sie oft von Politikern. So kann beispielsweise der US-Präsident mit Botschaften über Nullwachstums naturgemäss nur wenig anfangen.

Nun erhält Gordon Rückenwind von gewichtiger Seite. Jeremy Grantham machte als Investor Millionen mit Wirtschaftsprognosen. Ein Blogpost in der britischen Online-Zeitung «Guardian» zitiert ihn mit den Worten, dass Gordon recht habe und es mit Wachstumsraten von 3% wie bisher nun «für immer vorbei» sei. In einer Analyse kommt er auf ähnlich tiefe Wachstumszahlen wie Gordon – und geht noch einen Schritt weiter.

Was Experten wie Gordon nicht berücksichtigten, so Grantham, sei die Verknappung fossiler Ressourcen. Die daraus entstehenden Kosten seien bei sinkendem Wirtschaftswachstum gleich geblieben. Nehme man die Klimaerwärmung noch hinzu, rechnet Grantham vor, sei es leicht zu erkennen, dass sich der Druck auf das Wachstum noch intensivieren würde.

Die Auswirkungen der Ressourcenverknappung auf das Wachstum werden auch am 11. September 2013 im GDI thematisiert. Dann präsentiert Robert Gordon seine Thesen und Prognosen zum Wirtschaftswachstum und liefert Antworten auf die Frage, wie sich Unternehmen in einer Wirtschaft nach der grossen Wachstumsphase behaupten können. Melden Sie sich an!