Mit den Hologramm-Freunden am Küchentisch

Im Leben zwischen Cloud und Location verschwimmen die Grenzen von Physischem und Virtuellem. Unsere Gewohnheiten, das Zwischenmenschliche verändert sich. Doch wie bewegen wir uns in der Stadt, wo treffen wir Freunde, und müssen wir zum Shoppen bald überhaupt noch auf die Strasse? GDI-Forschungsleiterin Karin Frick im Videointerview zum Europäischen Trendtag 2017.

Bald müssen wir nicht mehr auf Bildschirme starren, denn Augmented und Virtual Reality sind reif für den Massenmarkt. In Kürze können wir mit unseren Hologramm-Freunden am Küchentisch sitzen, sagt Karin Frick, Head Research am GDI. Die Qualität des Erlebnisses im virtuellen Raum verändere sich. Gleichzeitig gewännen reale Begegnungen an Wert: Das Leben im Virtuellen mache Lust auf «Real-Life»-Kontakte.

In einer digital überlagerten Stadt können wir uns in virtuellen Läden bewegen, wie an realen Orten. «Dass heisst, dass wir weniger Verkaufsfläche, weniger Produktionsfläche brauchen. In den Städten werden Flächen frei», sagt Karin Frick. Den überlagerten Welten und ihren Folgen für Wirtschaft und Gesellschaft widmete sich der 13. Europäische Trendtag, der am 15. März 2017 am GDI stattfindet. Im Video-Interview gibt GDI-Forschungsleiterin Karin Frick eine exklusive Vorschau auf die Tagung:

Am GDI-Trendtag zum Thema «Reinventing Places: Leben zwischen Cloud und Location» referierten international renommierte Speaker: Bestseller-Autor Tom Vanderbilt erklärte, wie Vorlieben für Dinge und Orte entstehen. Designerin Allison Crank nahm uns mit in ihr «Reality Theatre», eine preisgekrönte Virtual-Reality-Mall. Der Oxford-Forscher Robin Hanson stellt das Leben in einer Welt vor, in der Roboter regieren. Stephen Graham, Professor für Städte und Gesellschaft, widmete sich der Verknüpfung des städtischen Lebens mit digitalen Technologien. Und Journalist Mario Sixtus zeigte mit seinem Film «Operation Naked», wie eine Stadt aussieht, in der virtuelle und physische Schichten verschwimmen und jeder alles weiss und sieht.