Mediennutzung von RO zu RW: Mehr als Konsumenten

30.03.2016

Mit neuen Medien entstehen neue Nutzer. Die Freiheit, selbst zu bestimmen, wann welche Serie geschaut wird oder wie die eigene Game-Welt aussieht, macht aus passiven Konsumentinnen aktive, kreative und unabhängige User. Was bedeutet das für öffentlich-rechtliche Medienunternehmen?

Eine neue, im Auftrag der SRG SSR erstellte GDI-Studie fragt nach der Zukunft der Medien in der digitalen Welt. Sie beleuchtet unter anderem die Veränderungen der Mediennutzung und zeigt, welche Eigenschaften der Konsument 4.0 besitzt:
  • RO => RW: Der Mediennutzer von gestern war eine radikale Konsumentin. Er las ein Buch, hörte Radio, sah fern. Klassische Massenmedien sind untrennbar mit dieser Read-Only- (RO-) Kultur verbunden. Doch mit den technologischen Entwicklungen ist ein neues Nutzungsverhalten entstanden: die Read-Write- (RW-) Kultur. JedeR kann eigene Musikstücke, Texte oder Videos herstellen und veröffentlichen. Der passive Konsument wird aktive Userin.
  • Sandbox: Nicht nur Produkte kann der neue Nutzer herstellen, sondern ganze Welten erschaffen. Das geht in Open-World-Spielen wie Minecraft ebenso wie mit medialen Grossbausteinen: Artikel, Szenen und Musikstücke werden losgelöst von Zeitungen, Videos und Alben gelesen, gesehen oder gehört und neu zusammengemixt. Alles geht.
  • Fluidität: Das Zeit-Management gewinnt an Freiheitsgraden. Gleitende Arbeitszeit, Internet, Streaming-Dienste und Comeback-TV ermöglichen dem Nutzer, die Zeit individuell zu gestalten. Mediennutzerinnen wollen alles, immer. 
Wie öffentlich-rechtliche Medienhäuser auf diese veränderten Nutzungsbedingungen und -gewohnheiten reagieren können, zeigt die GDI-Studie «Öffentlichkeit 4.0 – Die Zukunft der SRG im digitalen Ökosystem». Sie wird am 12. April 2016 präsentiert. Jetzt anmelden!