Marcel Salathé: Ein Treiber der Digitalisierung

Seit sechs Jahren zeichnet das Schweizer Wirtschaftsmagazin «Bilanz» die 100 führenden Personen der Schweiz aus, die die Digitalisierung voranbringen. Zum dritten Mal unter ihnen ist Marcel Salathé, Podiumsgast an der GDI-Konferenz «Zukunftsmedizin».

Salathe

Die Digitalisierung hat unsere Gesundheit erreicht. Ob Daten-Tracking oder Künstliche Intelligenz – die moderne Medizin ist untrennbar damit verknüpft. Gesundheitsdaten werden gemessen, der Herzschlag per Smartwatch erfasst, Diagnosen per Videocall gestellt. So entstand auch ein neues akademisches Forschungsgebiet: die digitale Epidemiologie.

Führend in diesem Feld ist Marcel Salathé, Leiter des Labors für digitale Epidemiologie an der ETH Lausanne. Er ist Co-Erfinder der SwissCovid-App und Gründer der gemeinnützigen Organisation CH++, die die Digitalisierung in der Schweiz vorantreiben will. Aufgrund dieser und anderer Erfolge wurde Salathé bereits drei Mal (2018, 20202021) als «Digital Shaper» der Schweiz vom Wirtschaftsmagazin «Bilanz» ausgezeichnet.

Er selbst sähe sich als Brückenbauer zwischen seiner Kerndisziplin, der Epidemiologie, und den Computerwissenschaften, sagt er gegenüber «Bilanz». «Ich stehe mit je einem Fuss in beiden Welten», so Salathé.

Am 25. November 2021 diskutiert Marcel Salathé mit dem Sanitas-Stiftungsratspräsidenten Felix Gutzwiller und Nikola Biller-Andorno, der Leiterin des Instituts für Biomedizinische Ethik und Geschichte der Medizin an der Universität Zürich, an der Konferenz Zukunftsmedizin: Verdrängt Datafizierung das solidarische Gesundheitssystem? im Gottlieb Duttweiler Institut.