Kaufen wir bald Fast Fashion made in Switzerland?

Billigmode boomt. Das belastet nicht nur die Umwelt, sondern ist auch ethisch fragwürdig. Klar ist: Es muss sich etwas ändern in der Textilbranche. Warum die Automatisierung dabei eine grosse Chance sein könnte, erklärte GDI-Forschungsleiterin Karin Frick dem SRF-Wirtschaftsmagazin «ECO».

Karin Frick

Eine Fast-Fashion-Flut überschwemmt die Welt. Nie war stylisch auszusehen so günstig wie heute. Den Preis für die Billigmode bezahlen wir nicht mit Geld: Die Modeindustrie ist mit einem CO2-Ausstoss von rund 1.7 Milliarden Tonnen jährlich eine der Hauptverantwortlichen für die globalen Treibhausgasemissionen. Gleichzeitig sind die Produktionsbedingungen in den Herstellländern oftmals prekär.

Für eine Veränderung braucht es überzeugende Konzepte für KonsumentInnen, HändlerInnen und ProduzentInnen. Das bedeute etwa, Kleidung nach dem Sharing-Prinzip nicht mehr neu zu kaufen, sondern sie zu teilen, meint Karin Frick. Was vielleicht noch etwas seltsam anmute, könne schon bald ganz normal sein, meint die Think-Tank-Leiterin des GDI gegenüber dem SRF-Wirtschaftsmagazin «ECO». Sie stellt bereits heute eine zunehmende Auflösung der Unterscheidung zwischen neuen und gebrauchten Kleidern fest. Bereits in fünf Jahren werde diese wahrscheinlich gänzlich wegfallen.

Auch auf Produktionsseite wird sich laut Frick in der nahen Zukunft einiges ändern. So könnte etwa die Herstellung von Billigkleidern durch die Automatisierung der Branche und die damit verbundenen Reduktion der Lohnkosten wieder nach Europa verlagert werden. Mehr dazu im «ECO»-Beitrag.