«Internet of Wings» – Warum uns Vögel weiterbringen

Martin Wikelski, Leiter des Max-Planck-Instituts für Ornithologie und des «Icarus»-Projekts, ist überzeugt: Wir können einiges aus dem Verhalten von Tieren lernen. Mit seinem Team beobachtet Wikelski die räumlichen Bewegungen von Vögeln und anderen Wildtieren. Daraus formuliert er Prognosen, die bei Weitem nicht nur für Tierfreunde bedeutsam sind.

Das Verhalten von Tieren zu beobachten, verändert unseren Blick auf die Welt. Eine alte Einsicht, die dank neuen Forschungsmethoden an Bedeutung gewinnt. Und das auch ausserhalb der Biologie, sagt Martin Wikelski, Leiter des Max-Planck-Instituts für Ornithologie und des internationalen Forschungsprojekts «Icarus». Sogar Politikerinnen und Politiker seien zunehmend interessiert an der Tierforschung. Aus gutem Grund: Durch die Beobachtung von Störchen zum Beispiel könnten Heuschreckenplagen und daraus resultierende Hungersnöte vorausgesehen werden, durch das Verhalten von Ziegen etwa ein Vulkanausbruch. Naturkatastrophen, die durchaus Einfluss auf die Politik haben.

Darüber, wie der Forscher seine Daten gewinnt, welche Zusammenhänge in der Natur Wikelski und sein Team bereits entdeckt haben und warum das «Internet of Wings» in Zukunft noch viele weitere Erkenntnisse liefern wird, spricht er in diesem Video:

Martin Wikelski ist Referent an der Konferenz «The Power of Predictions – Wie intelligente Maschinen Entscheidungen beeinflussen werden», welche am 4. Juni 2019 am Gottlieb Duttweiler Institut stattfindet.