Handel in der Stadt: Überlebt er doch? – David Bosshart im Video-Interview

26.03.2020
Video

Erleben statt Einkaufen: Innenstädte machen einen fundamentalen Wandel durch. Mit weitreichenden Folgen für Stadtbild und Handel. David Bosshart, CEO des GDI, widmet sich im Interview zur diesjährigen Handelstagung der Frage, was den Handel in der Stadt überhaupt noch prägt – und wie der die Stadt.

Wir wollen unterhalten werden – auch beim Einkaufen. Ausserdem wollen wir alles bequem, schnell und am liebsten sofort. Das habe vor allem mit unserem Streben nach Bequemlichkeit zu tun, so GDI-CEO David Bosshart im Interview im Vorfeld der 70. Internationalen Handelstagung. Man gewöhne sich an online, daran, dass die Ware schnell und unkompliziert nach Hause geliefert werde. Ein Trend, der durch das Corona-Virus derzeit einen regelrechten Boost erlebt. Und warum sollten wir in «normalen» Zeiten wieder verzichten wollen auf den verbesserten Service, den der Online-Handel in der Krisenzeit bietet?

Die Zunahme des Online-Handels verändert nicht nur die Struktur des Handels, sondern auch die von Städten. Das Stadtbild wird sich durch diese Entwicklung fundamental verändern, Innenstädte immer musealer werden, Warenhäuser zu Showrooms. Zwar gebe es jetzt in Paris ein Projekt der Stadtverwaltung, das aktiv kleinere Geschäfte in den Innenstädten unterstütze. Dennoch sei klar: Nur auf stationär zu setzen, sei nicht mehr möglich, so Bosshart.

Wie sich die Entwicklung logistisch handhaben lässt, welche Infrastrukturen es braucht, welche Konzepte den Handel in der Stadt erhalten könnten, und warum die Produktion den urbanen Raum zurückerobert – das sind Fragen, denen sich die diesjährige Handelstagung annimmt. Einen Einblick ins Thema gibt David Bosshart im Video-Interview: