GDI-Wasserstudie: «Der Druck auf die Schweiz steigt»

11.05.2016
Video

Marta Kwiatkowski, Trendforscherin am GDI, erklärt im Video-Interview, wieso die Schweiz mit Wasserknappheit zu kämpfen haben wird und wie sie diese Herausforderung meistern kann.

«Wir leben in einer extrem privilegierten Lage, wenn es um das Thema Wasser geht. Aber der Druck auf den Wasserraum Schweiz und die Wassernutzung wird sich erhöhen», sagt Marta Kwiatkowski, Autorin der GDI-Studie «Wenn Wasser zum neuen Öl wird». Weil sich das Klima verändert, werde Wasser bald ein wertvolles Gut: Trockene, schneearme Winter und Überschwemmungen im Sommer sorgten für eine Umverteilung des Wassers. Hinzu kämen, so Kwiatkowski, gesellschaftliche Veränderungen wie weitere Zersiedelung und Urbanisierung. Die Schweizer Wasserwirtschaft sei aber viel zu fragmentiert und zersplittert, als dass sie sich schnell, agil und konsequent an diese neuen Herausforderungen anpassen könne, erklärt die Trendforscherin. Tausende kleine Interessengruppen und Verbände lähmen die Entscheidungsfähigkeit. Laut Marta Kwiatkowski liegt eine Lösung in der Entwicklung einer digitalen Entscheidungsplattform, wie auch im Trendgespräch «Wenn Wasser zum neuen Öl wird» vorgeschlagen wurde. Was die Plattform «Liqiuid Desicion» für die Wasserwirtschaft Schweiz leisten kann, erklärt sie im Video-Interview.