Entscheidungen beeinflussen: Erkenntnisse aus der Neuroökonomie

Neuroökonom Christian Ruff interessiert, welche Prozesse bei Entscheidungen in unserem Gehirn ablaufen – und wie diese im Sinne der Wirtschaft beeinflusst werden können. Über seinen Forschungsansatz sprach er in einem Interview mit der NZZ. Am 29. Januar 2020 spricht er am GDI.

Christian Ruff

Sparen fürs Alter ist gut – ein neues Auto zu kaufen, besser. Irrationale Entscheide gehören zu unserem Leben dazu. Doch warum eigentlich? Was geht in unserem Gehirn vor, dass wir uns manchmal emotionaler und manchmal rationaler entscheiden? Und können unsere Entscheidungen beeinflusst werden, und wenn ja: wie? Fragen, denen Christian Ruff, Professor für Neuroökonomie an der Universität Zürich, nachgeht.

«Wir untersuchen die Informationsverarbeitung im Hirn», erklärt er. «Wenn wir etwa wissen wollen, warum jemand Risiken scheut und keine Aktien kauft, obwohl es gut für ihn wäre, erforschen wir zunächst, wo Verluste und Wahrscheinlichkeiten im Gehirn verarbeitet werden.» Wie über die daraus gewonnenen Erkenntnisse unsere Gedanken und schlussendlich auch unser Verhalten beeinflusst werden können, beschreibt  der Neuroökonom in diesem Interview mit der NZZ – und am 29. Januar 2020 an der «Academy of Behavioral Economics» am Gottlieb Duttweiler Institut.