Digitales Make-Up? Das erwartet die Beauty-Industrie

Die Künstlerin Johanna Jaskowska wurde über Nacht mit ihrem Instagram-Filter «Beauty3000» zum Online-Star. An der GDI-Konferenz «Eternity Now» erklärt sie, was Schönheit im digitalen Kontext bedeutet.

Als Johanna Jaskowska am 30. November 2018 verkündete, dass ihr Filter «Beauty3000» jetzt auf Instagram zu finden sei, wurde sie von einem plötzlichen Follower-Anstieg auf mehr als 160.000 Abonnenten überrascht. Alle wollten ihr Gesicht in virtuelle Vaseline tauchen und es mit Lichteffekten zum Glitzern bringen. Mittlerweile hat Jaskwoskas Instagram-Account mehr als 600.000 AbonnentInnen.

Die Berliner Künstlerin experimentiert gerne mit digitalen Produkten: «Ich interessiere mich stark für soziale Experimente und beobachte, wie sich Menschen in verschiedenen Situationen verhalten. Ich mag es, Dinge zu erschaffen, sie den Menschen zu präsentieren und zu schauen, was sie damit machen», erklärt sie.

Schönheit in der Onlinewelt ist ein Arbeitsfeld ihres kreativen Schaffens: «Schön sein, sich selbst im besten Licht präsentieren. Narzissmus. Selbstvermarktung hat verschiedene Facetten: Sei es, weil du deinen Körper präsentierst, deine Arbeit oder deinen Humor zur Schau stellst. Jedes einzelne Feature deiner Persönlichkeit kann dafür genutzt werden. Das ist an sich nicht schlecht, nur geht dabei manchmal die Spontaneität verloren.»

Am der GDI-Konferenz «Eternity Now» vom 10. Mai 2019 spricht Johanna Jaskowska über Schönheit im digitalen Kontext. Jetzt anmelden!