Digital Influencing: Wenn Avatare ein Vermögen verdienen

Noonoouri ist immer top gestyled, sieht umwerfend aus und arbeitet mit Modemarken wie Dior oder Versace. Und: Noonoouri ist nicht real. Sie wird am Computer erschaffen. Ihr Erfinder Joerg Zuber läutet so eine neue Ära der Fashion-Kommunikation ein. Am Europäischen Trendtag vom 13. März 2019 spricht er am GDI.

Noonoouri

Das virtuelle It-Girl Noonoouri stellt das Konzept der realen Social-Media-Influencer gerade in Frage. Der Avatar ist alles, was den Influencern aus Fleisch und Blut vorgeworfen wird: sie ist künstlich, nicht authentisch, weit weg vom Alltag der Menschen. Aber: Noonoouri ist erfolgreich.

Der Münchner Joerg Zuber erweckte die virtuelle Fashion-Influencerin Noonoouri Anfang 2018 zum «Leben». Seitdem hat sie auf Instagram eine beachtliche Gefolgschaft von 180’000 Followern gewonnen, die ihren Stil und ihre virtuellen Erlebnisse bewundern. Stars wie Kim Kardashian oder Naomi Campbell folgen ihrem Account.

Mit seiner Kreativagentur Opium Effect entwirft Zuber sonst Kampagnen für Bulgari oder BMW. Noonoouri war zunächst ein privates Projekt, dass nach und nach Partnerschaften mit grossen Modehäusern wie Dior und Versace einging und für diese Kleidung präsentiert.

«Der Grundgedanke ist, dass Noonoouri auf unterhaltsame, spielerische und hoch qualifizierte Art und Weise der jungen Zielgruppe die Bedeutung und Seele von Marken, Produkten und Personen vermittelt, das Ganze gepaart mit einem grossen sozialen Engagement im Bereich Kinder, Tiere und Natur», sagt Zuber.

Kein einfacher Job. Ein Instagram-Post kann schon mal einen Aufwand von drei Tagen bedeuten. An Videos sitzen mehrere Kreative bis zu zwei Monate.

Erleben Sie Noonoouri-Erfinder Joerg Zuber am 15. Europäischen Trendtag vom 13. März 2019 am GDI.