«Der Staat braucht Cyberlaws»

08.01.2015
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Die bevorstehende Wandel des Internets verändert nicht nur die Wirtschaft, sondern auch den Staat. Was das für die Freiheit und Sicherheit der Bürgerinnen und User bedeutet, erklärt Trendforscher Peter Wippermann am GDI-Trendtag – und hier im Interview.

Das Internet hat unser Leben revolutioniert. Nun steht es selber vor einer Revolution. Dafür sorgen das Internet der Dinge und Wearables einerseits und andererseits die Hochleistungsnetze der Zukunft. Diesem neuen Übernetz widmet sich der 11. Europäische Trendtag 2015.

Für die Wirtschaft ist nach der Digitalisierung kein Ausruhen angesagt. Doch auch die Rolle des Staates wird sich nochmals verändern, sagt Peter Wippermann im Interview zu seinem Trendtag-Referat. Der Staat müsse sich mit Cyberlaws gegen die Gefahren im Internet wappnen. Und zwar in enger Zusammenarbeit mit den grossen Playern des Netzes, nicht im Alleingang: «Die Idee der Europäischen Gemeinschaft Google zu zerschlagen, ist geradezu grotesk».

Wer hat die Macht im Netz der Zukunft? Bleibt es ein Markt der Meinungen oder verkommt es zum Absatzkanal? Wer gewährleistet Informationsfreiheit, Privatsphäre und Demokratie?

Diese und weitere Fragen diskutiert der 11. Europäische Trendtag 2015 im GDI. Unter dem Titel «Das Übernetz: Machthaber und Sinnstifter in der Gesellschaft von morgen» diskutieren internationale Referenten Strategien im Spannungsfeld zwischen Always-on-Gesellschaft, dem Wunsch nach Rückzug und dem Kampf um ein Netz für alle, darunter Ted Chu, Transhumanist und Chief Economist  der Weltbank, Wikileaks-Journalistin Sarah Harrison und Netzvordenker Nick Lambert (MaidSafe).