Artenschutz für den stationären Handel?

05.03.2020

Top-Lage zum kleinen Preis: der Traum aller HändlerInnen. Seit 2004 wird er in Paris regelmässig wahr. Dahinter steht das Planungsbüro «Semaest». Mit kleinen Geschäften soll «toten» Quartieren Leben eingehaucht werden. Funktioniert das ungewöhnliche Projekt?

Paris

Paris ist anders. Während in den meisten Städten der Welt nur noch die ganz grossen Player wie Zara, H&M, Louis Vuitton oder Gucci einen Platz an bester Lage bezahlen können, sind im Pariser Stadtzentrum auffallend viele kleine Geschäfte  angesiedelt. Auch Cafés, Buchläden und die Boulangerie um die Ecke überleben offenbar. Sie prägen das Stadtbild, machen den Charme der Stadt aus. Wie sie sich die Miete leisten können? Dank der Unterstützung der Stadtregierung.

2004 rief die Pariser Stadtverwaltung das Planungsbüro «Semaest» ins Leben. Das halböffentlich finanzierte Unternehmen kauft leerstehende Ladenlokale an guten Lagen auf und vermietet sie zu günstigen Preisen an Klein- und Kleinstunternehmen. Ziel: Den stationären Handel zu erhalten und Quartiere dadurch zu beleben. Funktioniert das Modell wirklich – oder ist es nur Artenschutz für ein totes Geschäftsmodell? 

Antworten darauf gibt Emmanuelle Hoss, Geschäftsführerin von «Semaest», an der 70. Internationalen Handelstagung des GDI. Die traditionsreiche Konferenz widmet sich dieses Jahr der Zukunft des Handels in der Stadt. 

Mehr zum Projekt «Semaest» und dazu, wie Paris den Einzelhandel schützen will, in diesem Podcast des «Deutschlandfunk»: 

«Schutz für Einzelhandel: Wie Paris seine Innenstadt vor Verödung bewahrt»