2019: Das Jahr des Protests – GDI-Infografik

2019 fanden auf der ganzen Welt Proteste statt: von Hongkong über Indien, den Nahen Osten, Afrika und Europa bis nach Nord-, Mittel- und Südamerika. Die Gründe sind vielfältig. Eine exklusive Grafik des GDI gibt im Vorfeld des Europäischen Trendtags einen Überblick, wo wann protestiert wurde.

2019 geht als das Jahr des Protests in die Geschichte ein. Von Hongkong, wo gegen die Einflussnahme der chinesischen Regierung gekämpft wird, über den Irak, wo die Menschen gegen Korruption und Misswirtschaft demonstrieren, nach Europa, wo die «Fridays for Future»-Bewegung gegen die Klimakrise auf die Strassen geht, bis zu den Protesten in Chile, die massgeblich von der sozialen Ungleichheit des Landes befeuert werden.

Diese Flut an Protesten, die auch in 2020 hineinreichen, werden als «Global Protest Wave of 2019» zusammengefasst. Allen Protesten gemein ist die dezentrale Organisation über die Sozialen Medien. Die Protestbewegungen werden dadurch unberechenbar und unvorhersehbar.

Die gestiegene Sensibilität der Bevölkerung gegenüber dem, was sie als Ungerechtigkeiten empfindet, betrifft alle, die sich öffentlich äussern: Facebook-Nutzer ebenso wie PolitikerInnen. Insbesondere aber muss jetzt jedes Unternehmen Stellung beziehen, um nicht von den KundInnen abgestraft zu werden. Ducken und aussitzen, ist mittelfristig keine Option mehr.

Das Gottlieb Duttweiler Institut hat eine Google-Trends-Analyse zu weltweit 31 Protestbewegungen des Jahres 2019 erstellt. Die folgende Grafik illustriert die Protestbewegungen weltweit:

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Eine GDI-Studie, die im März 2020 erscheint, wird sich vertieft mit Protestbewegungen auseinandersetzen und auf folgende Fragen Antworten suchen:

  • Was sind die wichtigsten Merkmale eines Protests und von sozialen Bewegungen?
  • Wo wird warum, wofür, wogegen protestiert?
  • Was sind die Gemeinsamkeiten dieser Bewegungen, und wodurch unterscheiden sie sich?
  • Welche Rolle spielen die Sozialen Medien? Wie sehen die Netzwerke der verschiedenen Protestbewegungen aus?
  • Welchen Einfluss haben die Proteste auf das Konsumverhalten?
  • Marken und Unternehmen treten immer häufiger als Personen auf, und ihre Gesinnung wird greifbarer. Wie positionieren sie sich im Zuge dieser Protestbewegungen? Welche Rollen nehmen sie ein?