Rituale: Die Bedeutung von Routinen in einer zunehmend instabilen Welt

Unser Gesundheitssystem ist auf das Heilen von Krankheiten fixiert. Prävention kommt hingegen oft zu kurz. Rituale und Routinen können helfen.

Studie Rituale web

Im Gegensatz zum Heilen von Krankheiten mittels Medikamenten und Operationen basiert Prävention nicht auf vorübergehenden, kurzfristigen Interventionen. Für Prävention ist eine langfristige Anpassung des eigenen Verhaltens notwendig. Präventionsverhalten muss in den Alltag eingebettet werden. Dafür sind Rituale und Routinen hilfreich.

In einer Studie, die Forschende des GDI im Auftrag von Curaden erstellen werden, wollen wir die Rolle von Ritualen bei gesundheitsförderlichem Verhalten untersuchen. Unter Ritualen verstehen wir Verhaltensweisen, die neben der reinen Funktionalität auch durch Symbolismus und Rigidität gekennzeichnet sind.

Zentrale Fragen sind:

  • Wie kann man neue Rituale etablieren?
  • Welche Umstände müssen gegeben sein, damit sich Rituale verändern?
  • Und wie stabil sind Rituale bei einer sich ändernden Umwelt?
  • Werden Rituale vielleicht als Orientierung in einer zunehmend instabil wirkenden Welt wichtiger?

Die aktuelle Corona-Situation ist ein interessantes Umfeld, da sich durch Homeoffice und Co. viele Rituale und Routinen zumindest temporär verändern dürften. Zudem werden auch neue (Hygiene-) Rituale möglicherweise langfristig etabliert, wie häufiges (und richtiges) Händewaschen oder der Verzicht auf das Händeschütteln.

Die Studie wird im ersten Quartal 2021 veröffentlicht. Für weitere Informationen wenden Sie sich gerne an die Projektverantwortlichen Marta Kwiatkowski (marta.kwiatkowski@gdi.ch) oder Jakub Samochowiec (jakub.samochowiec@gdi.ch).