Forschungsthemen

Handel und Konsum

Mit Handel und Konsum beschäftigt sich das Gottlieb Duttweiler Institut seit seiner Gründung 1963. Als Konsument wird der Mensch in seinem Verhalten und Entscheiden massgeblich von neuen technologischen, ökonomischen und sozialen Entwicklungen geprägt. Setzt sich ein Trend einmal im Mainstream fest, kann er ganze Branchen und Geschäftsmodelle auf den Kopf zu stellen. Das GDI untersucht solche Brüche im System, analysiert die Konsequenzen für den Handel und identifiziert neue Modelle.

Technologie und Digitalisierung

Seit der Industrialisierung hat keine Entwicklung Gesellschaft und Wirtschaft auf globaler Ebene so stark verändert wie die Digitalisierung. Sie macht ganze Industrien obsolet und ermöglicht neue. Die Digitalisierung dringt in unsere privatesten Sphären vor, «Personal Tech» verändert bereits heute unser Handeln, unsere Erwartungen und unsere Bedürfnisse. Doch diese Entwicklungen folgen nicht einem linearen Muster, vielmehr entwickeln sie sich exponentiell. Das erhöht die Komplexität. Zudem bedürfen selbst die raffiniertesten Innovationen der sozialen Akzeptanz. Was setzt sich nun durch, was nicht? Das GDI untersucht in Kooperation mit den renommiertesten Forschungsinstitutionen wie dem MIT in Cambridge oder der ETH Zürich die Möglichkeiten und Konsequenzen von bestehenden und kommenden Technologien.

Food- und Ernährungstrends

Essen beschäftigt uns alle und geht weit über eine schlichte Bedürfnisbefriedigung hinaus. Essen in seinen vielen Facetten durchdringt heute alle Lebensbereiche. So kann Essen ein Mittel zur Selbstoptimierung sein, als Ersatzreligion dienen oder Ausdruck der eigenen Identität sein. Das Gottlieb Duttweiler Institut beschäftigt sich mit Food- und Ernährungstrends auf allen Stufen der Wertschöpfung. Welche spannenden Innovationen verändern die Art und Weise, wie Lebensmittel in Zukunft produziert und verarbeitet werden? Wie werden diese anschliessend transportiert und vertrieben? Wie verändern sich der Handel und die Gastronomie? Wie, wann, wo, mit wem und was wollen Menschen in Zukunft essen? Welche Bestrebungen, Innovationen und Konzepte gibt es in Bezug auf die Nachhaltigkeit? Und wie fügt sich das alles zu einem funktionierenden ganzheitlichen System zusammen?

Selbstoptimierung und Gesundheit

Gesundheit ist längst nicht mehr nur die Abwesenheit von Krankheit. Sich fit zu halten, gesund zu ernähren und seiner körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit nachzuhelfen, ist längst im Mainstream angekommen. So haben sich Gesundheit und Wohlbefinden in immer älter werdenden Gesellschaften zu einem globalen Wachstumsmarkt entwickelt. Durch die Digitalisierung kommen Werkzeuge zur Selbstoptimierung hinzu, die unser Wohlbefinden und unsere Leistungsfähigkeit individuell messbar machen. Das GDI interessiert sich für die Pioniere einer neuen Industrie, die mehr einem Hacker-Mindset folgen als einem Mindfulness-Ethos. Werden ihre Entwicklungen die Grenzen des Menschseins sprengen?

Grafik Körpertopografie GDI

Vom Selfie zum digitalen Double

In Zukunft werden Selfies, angereichert mit immer mehr Daten, weit mehr als ein Abbild eines äusseren Zustands sein. Algorithmen werden uns dadurch schon bald besser lesen können, als jede Psychiaterin.

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Jo Marchant: Wie Gedanken unsere Gesundheit beeinflussen

Die Microbiologin und Wissenschaftsjournalistin Jo Marchant untersucht, wie sich positive Gedanken auf unsere Gesundheit auswirken. Im Interview vom GDI-Trendtag beschreibt sie, wie Placebos wirken.

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Mode und Beauty

Wie wir uns kleiden, pflegen, stylen beeinflusst stark unsere Aussenwirkung. Wir können damit bewusst spielen, um unsere eigene(n) Identität(en) zum Ausdruck zu bringen. Das Gottlieb Duttweiler Institut forscht zu aktuellen und zukünftigen Trends: Konsumenten wollen heute oft einen nachhaltigeren Lifestyle führen – trotzdem ist gerade beim Einkauf von Kleidung, Accessoires und Kosmetika der Preis oft (noch) das wichtigste Kriterium. Wie wird sich da Fast Fashion in Zukunft verändern? Werden auch die Moderiesen ihre Geschäftsmodelle verändern und nachhaltiger gestalten müssen? Wie lange können und wollen Konsumenten noch Tierversuche und Mikroplastik in Beauty-Artikeln unterstützen? Welche Alternativen und Innovationen befinden sich in der Entwicklung oder sogar schon auf dem Markt? Und welche Rolle spielt der Wellness-Trend in diesem System? Konzentrieren wir uns in Zukunft mehr auf unsere innere statt auf die äussere Schönheit?

Tourismus und Mobilität

Zum Einkauf nach London, zur Arbeit nach Genf... Noch nie war Mobilität so günstig, und noch nie waren so viele Menschen so viel unterwegs wie heute: als Pendlerinnen, Entdecker und TouristInnen. Gleichzeitig entstehen mit Online-Shopping und Lieferservices neue Konzepte der Mikrologistik. Bringen uns bald Schwärme von Drohnen unsere Bestellungen nach Hause? Fahren uns schon morgen autonome Fahrzeuge zu unseren Terminen? Ist der öffentliche Verkehr damit Schnee von gestern? Oder liegt der Schlüssel in cleveren vernetzten Lösungen ohne Zugangshürden? Solchen Fragen an den Schnittstellen zwischen Mobilität, Motiv und Infrastruktur widmet sich das GDI.

Globalisierung, Wirtschaft und Gesellschaft

Die globale Bevölkerung wächst, und die Welt wird dichter. Gleichzeitig erleben wir eine vierte industrielle Revolution: Die Arbeit verändert sich, die Arbeitsteilung zwischen Mensch und Roboter, künstlicher und menschlicher Intelligenz muss ausgehandelt werden. Dadurch entstehen neue Fronten und Polaritäten. Bestehende gesellschaftliche Betriebssysteme wie die Demokratie werden zunehmend in Frage gestellt. Neue Betriebssysteme für eine digitale Gesellschaft müssen erst gefunden werden. Wie werden sie aussehen? Welche Märkte sind für den Wandel gerüstet? Wo entstehen disruptive Geschäftsmodelle? Wie verändert sich das Kräftespiel zwischen Gesellschaft, Wirtschaft und Politik in Zukunft? Das GDI untersucht die aufkeimenden Bruchstellen und ordnet sie ein.

Moisés Naím im Interview: Maskierte Autokratien

Um der Demokratie die Totenglocke zu läuten, ist es noch viel zu früh, versicherte Moisés Naím, ehemaliger Exekutiv-Direktor der Weltbank und Handelsminister Venezuelas, im Interview an der GDI-Konferenz «Die Zukunft der Macht».

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Sloterdijk at Berggruen Institute

Peter Sloterdijk: Kulturen leiden am Gegeneinander von Tradition und Zukunft

Kulturen müssten anerkennen, dass sie zwar auf eine getrennte Vergangenheit zurückschauen, ihnen aber eine gemeinsame Zukunft bevorstehe. Dies sagte der deutsche Philosoph Peter Sloterdijk im Interview mit der «Worldpost», anlässlich der Lancierung des GDI-Thought-Leader-Indexes.

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