
Peter Scholl-Latour
Deutscher Journalist, Autor und Publizist
Peter Scholl-Latour, 1924 in Bochum geboren, studierte an den Universitäten Mainz, Paris und Beirut. Für die ARD war er zunächst als Korrespondent in Afrika und Paris tätig. Ab 1969 war Scholl-Latour Direktor des WDR-Fernsehens für das Erste Programm. 1971 wechselte er erneut als Chef-Korrespondent nach Paris, diesmal für das ZDF. Unter Anderem berichtete Scholl-Latour ausführlich über den Vietnam-Krieg und die islamische Revolution im Iran.
Im Mai 1983 berief der Verlag Gruner + Jahr Herrn Scholl-Latour in den Vorstand. Von 1983 bis 1984 war er Chefredakteur des «Stern», bis 1988 auch dessen Herausgeber. Seit 1988 arbeitet Peter Scholl-Latour als freier Journalist und wie bereits zuvor als Autor von zahlreichen Büchern und Filmbeiträgen. Sein bekanntestes Buch wurde «Der Tod im Reisfeld» (1979) über den Krieg in Indochina. Laut Buchreport war Scholl-Latour in den vergangenen 20 Jahren der erfolgreichste Sachbuchautor. Im Herbst 1999 erschien sein Buch «Allahs Schatten über Atatürk – zwischen Kurdistan und Kosovo», 2001 erscheint sein Buch «Die afrikanische Totenklage», 2003 „Weltmacht im Treibsand“ und im Mai 2005 erscheint sein Buch «Koloss auf tönernen Füßen». 2006 erschien sein bisher letztes Buch «Russland Im Zangengriff».
Als Korrespondent reiste Herr Scholl-Latour regelmässig an Krisenschauplätze. Sein Sachverstand ist nicht erst seit seinen Analysen zu «9/11» anerkannt und gefragt. Mit seinen 83 Jahren gilt Scholl-Latour heute als einer der profundesten Kenner der Weltpolitik.