Mit Augmented Reality versuchen Retailer, in ihren Shops neue Kundenerlebnisse zu schaffen. Die neue Technologie müsse sich aber nahtlos in die bestehende Customer Journey einfügen und nicht als Spielerei daherkommen, weiss Jonathan Chippindale, CEO des Londoner Start-ups Holition. Kunden dürften nicht gezwungen werden, ihr Verhalten zu ändern. Er sehe, dass neue Anwendungen in 80 % der Fälle eine Barriere zu den Kunden aufbauen würden, anstatt sie beim Shopping zu unterstützen. Chippindale appelliert daher an die Marketers: «Wir müssen genau verstehen, was der Nutzen dieser neuen Technologien ist und Wege finden, Kunden an digitale Anwendungen heranzuführen.»

So hat Holition für eine Kosmetikmarke einen Spiegel entwickelt, vor dem Kundinnen Lippenstift und Wimperntusche ausprobieren können, ohne sich tatsächlich schminken zu müssen. Das Produkt wird virtuell auf das Gesicht der Kundin projiziert. Auch Schmuck und Kleidung können so virtuell anprobiert werden, ohne das physische Produkt zur Hand zu haben.

Nun folgt der nächste Schritt: die Verknüpfung von Daten, die der menschliche Körper oder die Umwelt preisgeben, mit smarten Materialien, die auf diese Messdaten reagieren. Holition hat eine Anwendung entwickelt, die verschiedene Körperwerte misst, auswertet und daraus unsere Gefühle ableitet. Diese werden wiederum auf einen Stoff übertragen, der je nach Stimmung seine Farbe ändert.

Wie das aussieht, zeigt er in diesem Video:



Weitere Details zu Holitions Projekten präsentiert Jonathan Chippindale an der 66. Internationalen Handelstagung in seinem Referat «Augmented Retail: Die neue Welt der postdigitalen Kundenerlebnisse». Jetzt anmelden!