Der Wettbewerb unter den Delivery-Start-ups hat sich in den vergangenen Jahren extrem verschärft. Grund zur Sorge sah Ryan Perera, Mitgründer des Online-Butlerservices Henchmann, aber nicht: «Nicht alle werden es schaffen, gleichzeitig ist der Markt aber auch riesig.» Von Essen, über Drinks bis zur Kopfschmerz-Tablette kann der Kunde über seine App alles bestellen.

Ein ernstzunehmender Konkurrent, der Elefant im Raum, sei das Unternehmen Uber, das in London Essenslieferungen über seine Fahrer anbiete, sagte David Buttress, CEO des Lieferdienstes Just Eat. Uber hätte auch das nötige Geld, um einen Lieferdienst erfolgreich zu machen. Denn, auch wenn Essenslieferung einfach aussieht: Wer einen Online-Lieferdienst aufbauen will, braucht sehr viel Kapital. Für Just Eat arbeiten 50 Datenexperten, Henchman baut seine eigene Software für künstliche Intelligenz. William Shu, der Gründer des Lieferdienstes Deliveroo, prognostizierte: «Es wird für Start-ups schwieriger werden, Kapital von Investoren einzusammeln. Der Finanzierungspool für Essenslieferdienste ist fast ausgetrocknet.» Jetzt sei es interessant zu sehen, in welche Geschäftsmodelle das Geld als nächstes fliesse.

Im Video diskutieren David Buttress (Just Eat), Ryan Perera (Henchman), Andrew Rennie (Domino's) und William Shu (Deliveroo) am 17. European Food Service Summit den Erfolg der Delivery-Branche.


Einig sind sich die Gründer bei einer Sache: Die Lieferdienste gäbe es nicht ohne die lokalen Restaurants, die starke Marken aufgebaut hätten. Gleichzeitig könnten die lokalen Restaurants mit Hilfe der Datenanalysen der Onlineanbieter ihr Angebot exakt auf die Wünsche der Kunden ausrichten und optimale Standorte durch künstliche Intelligenz berechnen lassen.