Was passiert zwischen dem Aufstehen und dem Frühstück, was unterwegs zur Arbeit, beim Mittagessen, im Nachmittagstief, auf dem Nachhauseweg und beim Abendessen? Und wann wird wo eingekauft? Diese Fragen beantwortet die Food-Journeys-Grafik des GDI. Sie zeigt Ess-Entscheidungen, Ess-Gewohnheiten und Ess-Orte von 16 Schweizer Familien, die für den «GDI Food Trends Report» 2015 befragt wurden.

Food Journeys

Der Fokus liegt deshalb auf den Familien, weil sie komplexe Tagesabläufe haben und die Individuen Rücksicht nehmen müssen auf die Bedürfnisse der anderen. Essen dient, nach wie vor, der sozialen Interaktion. Man will Essen teilen, austauschen, Ess-Gemeinschaften und anderen (neuen) Ess-Zusammenkünften angehören. Für dieses soziale Aufeinandertreffen wird das klassische Familienmodell aber in Zukunft weniger wichtig sein.

Die befragten Schweizer Familien ernähren sich an Wochentagen gänzlich anders als am Samstag und Sonntag: Während am Wochenende mehr oder weniger alle gemeinsam essen, geht unter der Woche jeder eigene Ess-Wege. Dies, weil die befragten Eltern alle berufstätig sind. Meistens arbeitet mindestens ein Elternteil Teilzeit und übernimmt an den freien Tagen die Kinderbetreuung. Grundschulkinder essen an den Wochentagen, an denen beide Eltern arbeiten, fremdbetreut.

Alle Familien essen unter der Woche drei Hauptmahlzeiten – Zwischenmahlzeiten am Morgen und am Nachmittag variieren individuell. Das Mittagessen nimmt jeder anderswo ausser Haus zu sich. Frühstück und Abendessen hingegen gehören zum Alltagsrhythmus der Familie und finden vornehmlich zu Hause statt. Gleichzeitig haben Kauf- und Konsumentenforscher der Universität St.Gallen herausgefunden, dass die Zahl derjenigen, die teilweise auch auswärts frühstücken, in den letzten Jahren angestiegen ist: Berufstätige, mit einem Pensum von 80 bis 100 Prozent, frühstücken zwischen ein- bis fünfmal ausser Haus. Mittags wird die Mahlzeit am häufigsten ausser Haus eingenommen. Den befragten Eltern ist dabei wichtig, dass ihre Kindern wie auch sie selbst etwas Gesundes essen, was ihnen Energie liefert. Die Konsumentenbedürfnisse können hier aber nur begrenzt befriedigt werden. Deshalb geht ein Teil der Eltern dazu über, ihr Mittagessen trotz Zeitdruck selbst vorzubereiten, anstatt in die Kantine oder beim Take-away zu essen. Dabei spielt auch der Preis eine Rolle.

Allgemein ist das Gesundheitsbewusstsein bei den Eltern stark ausgeprägt. Vor allem unter der Woche achtet man auf eine ausgewogene Ernährung aller Familienmitglieder und speziell der Kinder.

Dies ist ein Auszug aus dem «European Food Trends Report» 2015. Die Studie können Sie hier bestellen.