Um heute glücklich zu sein, gönnen wir uns ab und zu kleine Sünden. Dass aber noch ein paar Jahre Leben auf uns warten, blenden wir in dem Moment gerne aus. Im Alter folgt die Ernüchterung: eine Mini-Rente, weil in jungen Jahren nicht gespart wurde; die Haut schrumpelig, weil ein dunkler Teint Mode war; Übergewicht, weil die Torte immer so gut schmeckte.

Warum wir Versuchungen so schwer widerstehen können, erforscht Daniel Goldstein, Principal Researcher bei Microsoft Research. Er untersucht das Gleichgewicht zwischen unserem jetzigen und unserem zukünftigen Ich und rät: «Treffen Sie clevere Entscheidungen für den Menschen, der Sie in Zukunft sein wollen.»

Das ist nicht leicht. «Das zukünftige Ich ist schwach. Unsere Ziele sind nicht unerreichbar, es ist die Disziplin, die uns fehlt», sagt Goldstein. Verpflichtungen, die wir uns selbst gegenüber eingehen, würden wenig helfen. Sie setzten uns nur unter Druck.

Wie wir auch ohne diese Verpflichtungen unser zukünftiges Ich nicht vergessen, zeigt Goldstein hier im TED-Talk:


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