Inhalt, Technologie, Organisation, Unternehmenskultur: Auf all diesen Ebenen sollte die SRG SSR auf Innovation setzen. Das empfiehlt die neue GDI-Studie «Öffentlichkeit 4.0 – Die Zukunft der SRG im digitalen Ökosystem», die im Auftrag des öffentlichen Schweizer Medienhauses erstellt worden ist.

Gerade der öffentliche Auftrag, so die Autoren, biete die Möglichkeit, sich als Werkzeug der Demokratie im digitalen Zeitalter zu positionieren. Der Service Public von morgen habe die Aufgabe, über Filter-Bubbles und Bevölkerungsgräben hinweg Zusammenhalt und Meinungsvielfalt in der Schweiz zu fördern – als finanziell und politisch unabhängige, demokratisch legitimierte Kraft.

Im Video-Interview zur Studie spricht SRG-Generaldirektor Roger de Weck von einem «wichtigen Drittblick mit Einfluss auf die Strategie». De Weck erklärt den zukünftigen Auftrag seines Hauses und warnt gleichzeitig vor übertrieben Erwartungen bei der Umsetzung:



Die Studie «Öffentlichkeit 4.0» wurde am 12. April am GDI von Institutsleiter David Bosshart präsentiert. Einen aufschlussreichen Blick in die Situation im benachbarten Deutschland gewährte die ARD-Vorsitzende Karola Wille, während Markus Gross zeigte, wie man beim Disney Research Lab in Zürich für Innovation sorgt.

Zu diesen ReferentInnen gesellte sich in einem Podiumsgespräch auch Roger de Weck. In einem Höhepunkt des Gespräches antwortete ein junger SRF-Mitarbeiter im Publikum auf die Frage von Moderator Mario Grossniklaus nach der Innovationskraft des Medienhauses sinngenmäss: «Neuerungen haben es im Grossunternehmen nicht leicht, daher messe ich die heutigen Worte lieber an Taten», wofür der Mann von seinem Chef postwendend für seine Offenheit gelobt wurde.

«Öffentlichkeit 4.0 – Die Zukunft der SRG im digitalen Ökosystem» steht als kostenloser Download zur Verfügung.