Technologie-Kritik ist eine zwiespältige Sache. Es stimmt wohl jeder zu, dass wir zu viel Zeit in sozialen Medien verlieren und es nicht so toll ist, wenn Kinder stundenlang am Smartphone hängen. Andererseits posten wir unser Unbehagen gegenüber der Digitalisierung dann doch auf Twitter.

Am GDI-Trendtag, der sich am 16. März dem postdigitalen Zeitalter widmet, treffen Technologiekritiker auf Fortschrittsoptimisten. Susan Pinker anerkennt die Bedeutung von Social Media zwar. Die Psychologin macht in ihrem Bestseller «The Village Effect» aber auch deutlich, was wir verlieren, wenn wir den zwischenmenschlichen Umgang zugunsten Facebook & Co. minimieren: Glück, Gesundheit, ja gar Langlebigkeit. Mehr dazu hier.

Ihr gegenüber steht Yuval Mor, CEO von Beyond Verbal. Seine App Moodies erkennt Gefühlslagen von Menschen anhand der Stimme. «Es geht nicht darum, was jemand sagt, sondern wie», sagt Mor. «Unsere Software basiert auf Erkenntnissen der Neuropsychologie. Sie erkennt 400 verschiedene Gefühlslagen in menschlichen Stimmen. Zum ersten Mal können Maschinen Gefühle erkennen.»



Potenzial für Emotional Analytics sieht Mor zum Beispiel fürs Marketing. Die Software kann im direkten Kundenkontakt helfen, die passende Antwort auf eine Frage, Bestellung oder Beschwerde zu finden. «Wenn ein Kunde der ‚Kunde-ist-König’-Typ ist, wollen Sie mit Wertschätzung und Respekt reagieren.»

Sogar die Persönlichkeit soll die Technologie erkennen können, so Mor. «Wenn das Gegenüber eher konservativ ist, wollen Sie ihm nicht das neuste Produkt anbieten, sondern einen Klassiker», sagt Mor. So können Emotions Analytics eine Marke verbessern.



Gesundheit, selbstfahrende Autos, Smart Home: Wo Emotions Analytics sonst noch zur Anwendung gelangen könnte, und wie Susan Pinker auf diese Digitalisierung der zwischenmenschlichen Kommunikation reagieren wird, erfahren Sie am GDI-Trendtag 2016 – jetzt anmelden!