Uber, Ebay und Airbnb stehen für die schöne Welt der Sharing Economy: Alles wird fleissig getauscht, vermietet und gehandelt, alle können mitmachen und jedem wird geholfen. Doch die Taxifahrerinnen, Verkäufer und Vermieterinnen profitieren davon nur beschränkt – keine Teilhabe, keine Mitsprache, diskutable Bedingungen.

Alternativen versprechen aktuelle Projekte des sogenannten Platform Cooperativism: Selbsthilfe, Selbstverwaltung und Selbstverantwortung durch Produktions-, Vertriebs- und Konsumgemeinschaften in der digitalen Welt.

Das klingt zunächst nach idealistischer Utopie. Wäre es wohl auch, gäbe es nicht die Blockchain-Technologie (auf der auch Bitcoin aufbaut). Einfach erklärt, kann dank der Blockchain zum ersten mal ohne Mittelsleute, wie Uber, dezentral und sicher gehandelt werden. Denn die Tausch-Informationen werden auf allen Servern gespeichert, jeder Marktteilnehmer besitzt und speichert dadurch immer alle Informationen. Eine ausführlichere Erklärung liefert die Ausgabe «Das Blockchain-Manifest» des Wissensmagazins «GDI Impuls».

Das Potential dieser neuen Technologie lässt sich mittlerweile erahnen: Immer mehr Online-Marktplätze wie Amazon, Musikstreaming-Dienste wie Spotify, Taxi-Services wie Uber oder Social Network Apps wie Facebook existieren auch als Online-Genossenschaften oder Blockchain-Plattformen. Wir haben erstmals und exklusiv eine Reihe solcher Projekte und Organisationen als Infografik zusammengestellt.

Ob und wie sich eine Wirtschaft entwickeln kann, die ohne Vermittler funktioniert, ist derzeit noch schwer zu sagen. Sicher ist nur, dass diese neue Technologie in Kombination mit der alten Idee der Genossenschaft enorm viel verändert – vielleicht ja sogar ähnlich wie das Internet zu Beginn der 90er.

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