Westliche Zivilisationen gehen davon aus, dass Menschen ihre moralischen Prinzipien vergessen, sobald sich daraus ein Vorteil ergeben würde. Das mache uns heuchlerisch. Zudem seien wir sehr gut darin, unsere Handlungen im Nachhinein schönzureden – einige Beispiele:

  • Viele Menschen befürworten Organspenden – wenige sind jedoch als Spender registriert.
  • Viele Menschen stehlen nicht – ein 20-Dollar-Schein, gefunden auf der Strasse, wandert trotzdem direkt in die eigene Tasche.
  • Viele Menschen sind ehrlich – versuchen ihre Steuern aber tief zu halten, indem sie nicht alle Vermögenswerte angeben.
Für Nina Mazar ist ein Verhalten gemäss den eigenen moralischen Werten das authentische Verhalten. Doch wie können Menschen zu einem authentischeren Verhalten ermutigt werden?


Eine mögliche Lösung sei die persönliche Ansprache, denn diese konkretisiere ein Thema und mache es relevant. Eine persönliche Aufforderung bringe die Leute zum Nachdenken. Ein kurzes Innehalten helfe, sich seinen eigenen Werten bewusst zu werden und erhöhe die Wahrscheinlichkeit, nach diesen zu handeln, so Mazar.

Am 25. Januar 2018 spricht Nina Mazar zusammen mit den weltbekannten Verhaltensökonomen Dan Ariely und Shlomo Benartzi an der Academy of Behavioral Economics im GDI. Noch bis 15. Oktober zum Frühbucherpreis anmelden!