Die Digitalisierung stellt die Medienwelt auf den Kopf. Neue Technologien führen zu neuen Medienformaten, anderen Nutzungsverhalten und Wettbewerbsbedingungen. Medienhäuser müssen sich den Veränderungen stellen. Dazu braucht es einen zukunftsorientierten Blick auf den Wandel in der Medienwelt. 
Einen solchen eröffnet die Media Disruption Map: Sie zeigt, welche Medien-Technologien in Zukunft eine Rolle spielen werden.

Eine Medien-Technologie muss zwei Herausforderungen meistern, um ihr innovatives Potential zu entfalten: Sie muss einerseits erfunden und umgesetzt (technologische Realisierbarkeit) werden und zweitens akzeptiert und verwendet (soziale Akzeptanz). Beide Hürden werden nicht plötzlich durch überraschende Umbrüche oder Quantensprüngen genommen. Sie unterliegen kontinuierlichen Prozessen, die in unserer Media Disruption Map als sieben Stufen zunehmender Realisierbarkeit und Akzeptanz dargestellt sind. 


Beispiele aus der Media Disruption Map veranschaulichen die prozesshaften Veränderungen in der Medienwelt:
  • Internet-TV ist technologisch sehr ausgereift und schon so weit akzeptiert, dass viele die Technologie als Teil des Alltags betrachten.
  • Gedächtniserweiterung: Das Implantieren von Memory-Chips ins Gehirn wird in der Öffentlichkeit kontrovers diskutiert und befindet sich technisch im Versuchsstadium.
  • Babelfish: Der Wunsch, alle Sprachen mit Hilfe intelligenter Übersetzungsprogramme zu beherrschen, ist sozial hoch erwünscht. Die Media Disruption Map zeigt aber, dass deren Entwicklung noch in den Kinderschuhen steckt.

Sehen Sie sich die ganze Media Disruption Map an oder laden Sie die Grafik als PDF herunter!

Die in der Media Disruption Map aufgeführten Medien-Konzepte sind der im Auftrag der SRG erstellten GDI-Studie «Öffentlichkeit 4.0» sowie Gartners «Hype Cycle for Media and Entertainment» (2014) entnommen. Das Konzept der Disruption Map entstand 2014 aus einer Zusammenarbeit des GDI Gottlieb Duttweiler Institute und Cisco. Die Positionierung der einzelnen Konzepte auf den Achsen technologischer Fortschritt und soziale Akzeptanz geht auf die kollektiven Einschätzungen von GDI und SRG zurück.