Wasser ist in der Schweiz ein selbstverständliches Gut. Drehen wir den Hahn auf, fliesst Trinkwasser heraus; die durchschnittliche Duschzeit beträgt luxuriöse 15 Minuten pro Tag.

Das dürfte sich mittelfristig ändern. Der Klimawandel sorgt für Hitze und Trockenheit im Alpenraum, für Schneearmut und schmelzende Gletscher. Privatisierungspläne internationaler Konzerne und regionale Knappheit könnten globale Konflikte ums Wasser entfachen.

Damit die Schweiz das Wasserschloss Europas bleibt, muss sie anpassungsfähig sein. Doch die Wasserwirtschaft, organisiert im Verband Schweizer Abwasser- und Gewässerschutzfachleute VSA, ist komplex und erneuert sich nur langsam. Gemeinden, Landwirtschaft, Umweltschutz, Privathaushalte, Tourismus – die Stakeholder sind so zahlreich wie ihre Interessen. Umso wichtiger ist es, sich frühzeitig für die Konflikte von morgen zu wappnen.


Im Auftrag des VSA hat das Gottlieb Duttweiler Institut die Studie «Wenn Wasser zum neuen Öl wird: Wie die Schweiz die Konflikte der Zukunft meistert» erstellt. Die neue Studie zeigt:
  • welche Entwicklungen die Wasserwirtschaft unter Druck setzen werden;
  • wo Auswege aus der überkomplexen Organisation der heutigen Wasserwirtschaft liegen:
  • wie sich die Branche in Zukunft organisieren kann;
  • welche Potenziale in integralen Kooperationen stecken.
Die Studie empfiehlt Netzwerkstrukturen und digitale Entscheidungsplattformen («Liquid Decision») für mehr Innovation und eine bessere Zusammenarbeit. Das Resultat wären schnellere und bessere Lösungen sowie ein Sparpotenzial von mehreren hundert Millionen Franken.