Teleskope und Mikroskope haben im 17. Jahrhundert unsere Sicht erweitert und die Welt vergrössert. Mit dem Fotoapparat konnten wir die Umgebung erstmals so festhalten, wie sie wirklich ist. Seit dem 19. Jahrhundert erlauben uns Filmkameras, das eigene Verhalten zu beobachten. Dann führten Digitalkameras zu einer Explosion der Bilder, und mit dem Smartphone wurde die eigene Sicht der Dinge zur einzig Relevanten. Und was passiert morgen? Unsere Infografik zeigt in vier Szenarien, wie wir in Zukunft sehen werden:

Swarm View
Zwei Augen sind zu wenig. Bald schon werden wir nicht mehr nur aus einer Perspektive sehen, sondern durch einen ganzen Schwarm von Kameras aus verschiedensten Positionen. Stellen wir uns zum Beispiel ein Fussballspiel im Jahr 2030 vor: Die Spieler tragen Trikots mit integrierten Kameras sowie Kontaktlinsen mit Video-Funktion. Sony hat letztes Jahr solche Kamera-Kontaktlinsen patentieren lassen.

Rent my eyes
Mit den Augen eines anderen sehen – lange nur eine Redewendung, in Kürze Wirklichkeit. Dann werden wir die Welt aus der Perspektive eines fremden Lebewesens beobachten und uns vielleicht in die Live-Übertragung eines Adlerfluges oder Katzen-Streifzuges einmieten. Erste Beispiele finden sich seit etwa drei Jahren auf Youtube – teilweise mit mehreren Millionen Views:


God`s eye
Spätestens seit es Google Earth gibt, können wir die Welt in ihrer Ganzheit sehen und aus einer Rundum-Perspektive beobachten. Auch Drohnen wie die Phantom 4 Pro vermitteln heute den Eindruck, die Erde im Flug erfahren zu können.

Improved View
Viel schärfer sehen und viel weiter oder auch Dinge, die gar nicht da sind – Virtual-Reality-Anwendungen werden es möglich machen. Pokémon Go ist dafür ein gutes Beispiel, ebenso die virtuelle Realität von Google Tilt Brush: