Bio, regional, frisch: Lebensmittel, die diese Bedingungen erfüllen, gewinnen seit Jahren an Bedeutung. Sie befriedigen das Bedürfnis einer wachsenden Kundschaft nach Vertrauen ins Essen, nach Vertrauen in die Food-Branche, das durch ihre Technisierung und Digitalisierung leidet.

Neue Food-Delivery-Dienste nutzen nun die Technologie, um uns dabei zu unterstützen, an frische und lokale Bio-Produkte zu kommen. Was bei den Lieferdiensten geschieht, gilt auch für andere Teile der Lebensmittelindustrie: In der Food-Branche herrscht digitaler Aufbruch. Das Online-Angebot in der Food-Branche wächst rasant. Erst 2012 forderte Investor David McClue: «Everyone eats, everyone is online; what the hell we waiting for?». Heute reicht ein Blick ins Silicon Valley, um zu erkennen: Die Digitalisierung hat die Food-Branche erreicht.

Seit Amazon 2007 den Online-Lebensmittel-Shop und Lieferservice «AmazonFresh» als Pilot gestartet hat, haben auch andere Tech-Riesen wie Google, Ebay oder Alibaba, aber auch traditionelle Händler wie Walmart, Rewe oder Fedex die Delivery gefördert.

Gigantische Summen werden in Food-Tech-Startups investiert. Allein in den USA  waren es 2014 über eine Milliarde US-Dollar – 272 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Angebote der Firmen reichen von Convenience- und Service-Angeboten wie Reservations-, Bestell- oder Bezahlsysteme im Restaurant über neue Nahrungsmittel wie Käse-, Fleisch- oder Eiersubstitute aus Pflanzen bis hin zu On-Demand-Lieferdiensten lokaler Bauernhöfe. Sie helfen den Kunden planen, einkaufen, kochen und sich vernetzen.

Diese Entwicklung wird die gesamte Food-Branche umkrempeln. Konsumenten werden ihre Bedürfnisse noch besser und stärker zum Ausdruck bringen – Produzenten, Händler und Gastronomen geraten noch mehr unter Zugzwang. Herkömmliche Branchenstrukturen verlieren an Bedeutung, die Art und Weise, wie Essen produziert, vertrieben, verkauft und konsumiert wird, verändert sich grundlegend.

Was bedeutet diese Disruption für Produzenten und Anbieter? Wie kann die Food-Branche auf den Umbruch der Wertschöpfungskette reagieren? Diese Fragen beantwortet die neue GDI-Foodstudie «European Food Trends Report 2015». Die Studie wird an der 65. Internationalen Handelstagung vom 10. und 11. September präsentiert – jetzt anmelden!