Die grosse Frage für Ökonom Stéphane Garelli lautet: «Was ist das neue Normal?» Nach der Weltwirtschaftskrise hätten die Ökonomen einen grossen Aufschwung versprochen. Stattdessen kämpften wir jetzt mit einer grossen Stagnation. «Die Weltwirtschaft ist so unberechenbar wie ein Esel. Man weiss nie, warum er langsam geht, oder anfängt zu rennen.» Wir müssten Unsicherheiten akzeptieren, rät der Schweizer Professor.


Gleichzeitig kaufen Kunden anders ein, als früher. Wir hätten uns von einer First-Buy-Economy – «Ich brauche es, weil es neu ist» – zu einer Replacement-Economy gewandelt  – «Ich brauche es nicht, aber ich will es», so Garelli. Die nächste Generation werde eine Peer-Pressure-Economy sein – «Ich will es nicht, ich brauche es nicht, aber ich muss es haben, weil meine Freunde es auch haben». Der Handel müsse daher sein Marketing überdenken und besser auf seine Kunden hören. Dass Konsumenten in Krisenzeiten mehr kaufen, statt mit verschwindend geringen Zinsen zu sparen, glaubt IMD-Professor Garelli nicht.

Garelli referiert an der GDI-Handelstagung vom 7. und 8. September 2017. Jetzt mit Frühbucherrabatt anmelden!