Im SRF-«Club» zum Thema «Weltpolitik ohne Kompass» diskutierte GDI-CEO David Bosshart am 13. Juni unter anderem mit Nationalrat Roger Köppel und Alt-Bundesrat Moritz Leuenberger über die Orientierungslosigkeit der Politik, die neusten politischen Erschütterungen und über deren Ursachen und Nachbeben.

«Wir verstehen die aktuellen Phänomene besser, wenn wir einen Schritt zurücktreten.», sagte Bosshart. In den 90er Jahren hätten wir uns in der illusionären Phase befunden: Wir dachten, die Welt verwestliche sich und wir seien die Sieger. Das sei ein grundsätzlich falscher Ansatz gewesen.

Für den gesamten asiatischen Raum beispielsweise sei die Welt heute sehr stabil. «Nur wir beobachten Chaos und grosse Probleme – im Westen.» Das liege vor allem an folgenden vier erschütternden Ereignissen:
  1. Die Anschläge von 2001 markierten den Startpunkt des Terrors im Namen der Religion.
  2. Der Eintritt Chinas in die WTO führte zu einer totalen Umstrukturierung des globalen Finanzsystems.
  3. Die Finanzmarktkrise von 2008 ist noch lange nicht verarbeitet.
  4. Die Folgen der Digitalisierung werden von der Politik häufig unterschätzt. Sie entfaltete ihre Wirkung erst wirklich mit dem Markteintritt des iPhones 2007.


Wie sich der Westen durch diese Erfahrungen verändert hat und wie wir die Digitalisierung nutzen können, erfahren Sie in der Aufzeichnung des «Clubs» und in David Bossharts neustem Buch «Polarization Shocks». Hier downloaden!