«Fast alle Vorlieben sind erlernt», schreibt Tom Vanderbilt in seinem neuen Buch «You May Also Like: Taste in an Age of Endless Choice». Vanderbilt hat untersucht, wie unser Geschmack und unsere Identität verbunden sind. Dass uns selbst Kaffee oder Whiskey schmeckten, obwohl sie beim ersten Kosten bitter sind, sei der kulturellen Anpassung geschuldet. Geschmack sei deshalb die falsche Bezeichnung, sagt Vanderbilt hier im Videointerview. Es solle eher «acquired likings», erlernte Vorlieben, heissen:


Geschmack zeige, wer wir seien und in welcher Gesellschaftsschicht wir uns bewegten. «Geschmack als soziales Signal», nennt Vanderbilt das. Durch unseren Geschmack heben wir soziale Unterschiede hervor, grenzen uns von anderen Gesellschaftsgruppen ab. Geschmack verbindet aber gleichzeitig auch. Unsere Vorlieben, die wir heute über Soziale Netzwerke der ganzen Welt mitteilen, ordnen uns bestimmten Gruppen zu: «Taste does not happen in isolation.» Das gilt auch für Zeit und Ort: Je nach Situation änderten sich unsere Vorlieben während eines Tages, eines Lebens und in verschiedenen Umgebungen.

Eines sei sicher, sagt Vanderbilt: «Oft wissen wir viel mehr über das, was wir nicht mögen, als über das, was wir mögen.»

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