Weg vom von kurzfristigen Budget-Denken, hin zu strukturellen Reformen: Das ist, verkürzt, Nicolas Berggruens Rezept gegen die Reformunfähigkeit, die er in führenden Industrienationen auf der ganzen Welt erkennt.

Um das Regieren in Demokratien wieder effizienter zu gestalten, hat der Investor mit einem geschätzten Vermögen von über zwei Milliarden Dollar gewichtige Politiker und Unternehmer um sich geschart und mit ihnen das Nicolas Berggruen Institute gegründet. Ein Teil dieses Think-Tanks und gleichsam dessen Testballon ist das Think Long Committee for California. Dort versucht Berggruen zusammen mit einflussreichen KalifornierInnen wie Condoleezza Rice und Eric E. Schmidt Steuerreformen, Infrastrukturverbesserungen und Investitionsanreize durchzubringen – gemäss Video mit Erfolg.

Was in Kalifornien klappt, soll gemäss Berggruen auch anderswo gelingen. In seinem Buch «Intelligent Governance for the 21st Century: A Middle Way Between West and East» erklärt er, wie Regierungen aus der Falle einer kurzfristigen Politik, deren einziger Stichtag der nächste Wahltag ist, herausfinden und nachhaltigen Wandel herbeiführen können.

Am 10. Juni 2013 erläutert Berggruen die Eckpunkte seiner «Intelligent Governance» in einem Referat im GDI Gottlieb Duttweiler Institute. Im Anschluss diskutiert ein prominent besetztes Podium mit Berggruen, Ko-Autor Nathan Gardels und CEO-GDI David Bosshart unter der Leitung von Haig Simonian (Financial Times). Melden Sie sich an!