Viktor Giaccobo twittert bis nachts um drei und dann erst wieder ab acht Uhr. Michèle Binswanger ist morgens bereits ab sechs aktiv, dafür aber ab Mitternacht schon still. Beide schlafen durchschnittlich weniger als empfohlen.

Dies sind Resultate einer Trendanalyse zum Thema Schlafen, die das GDI zurzeit anstellt. Teil dieser Analyse ist eine Auswertung  von Twitter-Daten, die die Schlaf-Rhythmen von Schweizer Prominenten untersucht.

Eine Zusammenfassung der Analyse inklusive Grafik finden Sie hier als Download.

GDI-Analyseleiter Frerk Froböse: «Schlafen ist ein Trendthema. In der Always-on-Leistungsgesellschaft verändert sich seine soziale Bedeutung.» Eine Zunahme sei auch bei Schlafproblemen festzustellen: «Mehr als jeder dritte Schweizer hat gemäss eigener Einschätzung Schlafprobleme.»

Schlafen hat seine Selbstverständlichkeit verloren. Das Thema verlangt nach einer Neubetrachtung. Das GDI verfolgt in seiner Analysearbeit deshalb Fragen wie:
-    Hoher Wohlstand, schlechter Schlaf – Haben wir ein Problem oder geht es uns zu gut?
-    Faulheit vs. Produktivitätssteigerung – Wird viel Schlafen zum neuem Statussymbol?
-    Guter Schlaf, wenig Freude – Müssen wir unseren Spass dem guten Schlaf opfern?
-    Privatsache vs. öffentliches Bedürfnis – Wo, wann und mit wem werden wir bald schlafen?

Für die Analyse sucht das GDI den Austausch mit Forschern und Unternehmern aus verschiedenen Bereichen, um neue Blicke auf das Schlafen zu werfen.